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Asylwerber im Rathaus

Empfehlung Asylwerber im Rathaus
Asylwerber demonstrieren im Rathaus Rottenmann

Eine Gruppe von Asylwerbern hat am 21.01.2016 im Rottenmanner Rathaus für beträchtliche Aufregung gesorgt.

Am Vormittag dieses Tages fanden sich 17 Asylwerber – Männer, Frauen und Kinder - im Rottenmanner Rathaus ein und protestierten mit Parolen auf Zetteln.

Sie forderten lautstark von der Gemeinde, dass ihr Betreuer von Jugend am Werk, der von dieser Organisation entlassen wurde, wieder in den Dienst gestellt werden sollte.

Der Mann Namens Ahmed ist mit einer Österreicherin verheiratet und war als Betreuer der Asylwerber eingesetzt.

Warum er so plötzlich gekündigt wurde entzieht sich unserer Kenntnis, wird aber sicher erklärbare Gründe haben. Der Verdacht liegt nahe, dass dieser Mann eventuell seine „Schützlinge“ dazu benützt hat, zu seinem Vorteil zu intervenieren und vermutlich auch die Zettel in Deutscher Schrift verfasst hat, welche benützt wurden. Den Asylwerbern wurde eventuell auch suggeriert, dass wegen der Kündigung in Zukunft kein Betreuer eingesetzt wird, der ihrer Sprache mächtig ist.

Der lautstarke und emotionelle Auftritt, bei dem die Asylwerber auch forderten, dass mit ihnen in ihrer Sprache kommuniziert werden sollte, lief Gott sei Dank ohne jegliche Gewalt oder Handgreiflichkeiten ab.

Großen Anteil daran hatte das besonnene Handeln des herbeigeeilten Bürgermeisters und der sechs Polizisten, die glücklicherweise in kürzester Zeit vor Ort waren und mit viel Fingerspitzengefühl, aber doch sehr energisch und eindeutig die Grenzen aufzeigten und die Asylwerber aus dem Haus wiesen und in ihre Unterkünfte schickten.

Die Rottenmanner Gemeindevertreter aller Parteien sind sich einig, dass von höherer Stelle aus Unterstützung zu fordern ist und die Bundesregierung diese schwierigen und heiklen Aufgaben nicht einfach an die Gemeinden und Organisationen auslagern kann.

Unsere regionalen Volksvertreter, auch wenn sie in verschiedenen Lagern „kämpfen“, geben ihr Bestes für die Menschen in ihrem Wirkungsbereich, aber die Unterstützung „von oben“ ist eher dürftig.
Desgleichen gilt auch für die Exekutive, wo jahrelang eine Personalpolitik verfolgt wurde, die der Bevölkerung jetzt sozusagen „auf den Kopf fällt“.

Postenzusammenziehungen und Personalreduktionen machen den Hütern des Gesetzes die Arbeit mehr als schwer und man kann nur hoffen, dass Situationen wie die oben beschriebene nicht irgendwann eskalieren, weil es unserer Polizei einfach nicht möglich ist, immer in einem (so wichtigen) kurzen Zeitraum am Ort des Geschehens zu sein.

Außerdem stellt sich die Frage, ob die Organisation Jugend am Werk, deren Kernaufgabe die Betreuung und Förderung von Jugendlichen in Sachen Bewerbungsassistenz, Arbeitsassistenz, Tagesbegleitung, Lehrlingscoaching etc. sein sollte, in der Lage ist, auch noch Asylwerber zu betreuen.

Und ob eine in kurzer Zeit (8.2.2016) stattfindende, vom Besitzer beschlossene Unterbringung von bis zu 10 Flüchtlingen in einem Rottenmanner Wohnhaus die Stimmung unter den Bewohnern heben oder deren „Visionen Raum geben“ wird - darüber kann dann am besten der Vermieter selber berichten.

Otto S.

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