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Naturparadies in Bad Mitterndorf gerettet

Zwei Jahre voller Einsatz für die Natur haben sich gelohnt: Das Krautmoos in Obersdorf am Fuße des Reithartlkogels wurde erfolgreich renaturiert. Wo zuvor die natürliche Funktion des Moores beeinträchtigt war, breitet sich nun wieder ein wertvoller Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere aus. Ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie aktiver Natur- und Klimaschutz funktionieren kann.
Bad Mitterndorf – Rund ein Hektar Moorfläche, zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden und ein gemeinsames Ziel: Das Krautmoos sollte wieder zu jenem lebendigen Feuchtgebiet werden, das es einst war. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit ist dieses Vorhaben nun erfolgreich abgeschlossen.
Möglich wurde die Renaturierung durch die Zusammenarbeit der Eigentümerfamilie Marchner mit der IG Moor, dem Naturschutzbund und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Die Fläche befindet sich in landwirtschaftlichem Besitz und steht unter Vertragsnaturschutz.
Die Natur erobert sich ihren Lebensraum zurück
Die positiven Veränderungen sind bereits deutlich sichtbar. Durch gezielte Maßnahmen bleibt das Wasser wieder im Moor, junge Nadelgehölze wurden entfernt und typische Moorpflanzen kehren zurück.
„Das Wasser wird jetzt wieder sichtbar im Moor gehalten. Junge Nadelgehölze verschwinden, Sumpfpflanzen wie der Teufelsabbiss oder das Sumpfherzblatt haben sich angesiedelt. Wir beobachten auch vermehrt Wildbienen und unterschiedliche Arten von Heuschrecken“, freut sich Johanna Marchner-Pichler über die erfolgreiche Entwicklung.
Damit gewinnt das Krautmoos nicht nur seine ursprüngliche ökologische Funktion zurück, sondern bietet auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wieder einen wertvollen Lebensraum.
Sandra Krautwaschl packte persönlich mit an
Auch die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl beteiligte sich bei mehreren Arbeitseinsätzen persönlich an der Renaturierung und unterstützte das Projekt finanziell aus ihrem Jugend- und Zukunftsfonds.
Beim Besuch nach Abschluss der Arbeiten zeigte sie sich erfreut über das Ergebnis: „Es war mir ein Herzensanliegen mitzuhelfen, das Krautmoos wieder zu dem lebendigen Ökosystem zu machen, das es einmal war.“
Besonders wichtig sei die Bedeutung intakter Moore für den Klimaschutz. Sie speichern große Mengen Kohlenstoff, halten Wasser in der Landschaft zurück und leisten einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden werde diese Funktion immer wichtiger.
Ein Vorzeigeprojekt mit politischer Botschaft
Für Krautwaschl ist das Krautmoos ein gelungenes Beispiel dafür, was durch die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Naturschutz und engagierten Freiwilligen erreicht werden kann.
Gleichzeitig übt die Grüne Klubobfrau Kritik an der steirischen Landesregierung. Ihrer Ansicht nach werde zu wenig für die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume getan. Besonders kritisiert sie Aussagen von Umweltlandesrat Hannes Amesbauer, der sich ablehnend zur Renaturierung geäußert hatte.
Dass auch kleinere Projekte einen wichtigen Beitrag leisten können, wollen die steirischen Grünen mit ihrem Renaturierungspreis unterstreichen. Seit 2024 wurden steiermarkweit bereits 55 Projekte ausgezeichnet und Preisgelder von insgesamt rund 20.000 Euro vergeben.
Das Krautmoos in Bad Mitterndorf zeigt jedenfalls eindrucksvoll: Wenn Grundeigentümer, Naturschutzorganisationen und freiwillige Helfer gemeinsam anpacken, kann aus einer beeinträchtigten Moorfläche wieder ein wertvoller Lebensraum entstehen – ein Gewinn für die Natur und kommende Generationen.
Der OpenStreetMap-Dienst ist erforderlich, um diese Karte zu laden.
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