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Aktualisiert: 24. Sept. 2026 - 11:51
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    Gewitter bringt Dürrbach an seine Grenzen


    Großeinsatz zur vorsorglichen Information der Bevölkerung
    Gewitter bringt Dürrbach an seine Grenzen
    © BFVLI-Schlüßlmayr
    30. Juni 2026

    Haus im Ennstal/Oberhaus. Eine punktuelle, aber äußerst intensive Entladung einer Gewitterzelle in der Nacht von Sonntag auf Montag führte im Gemeindegebiet von Haus im Ennstal und Schladming zu mehreren gravierenden Auswirkungen. Neben dem Murenabgang im Untertal wurde auch das Geschiebeauffangbecken des Dürrbaches im Ortsteil Oberhaus innerhalb kürzester Zeit vollständig mit rund 30.000 bis 40.000 Kubikmetern Geschiebe gefüllt. Derzeit wird das Material mit schwerem Gerät aus dem Becken entfernt.

    Nach einer gemeinsamen Lageerkundung und Besprechung mit Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Bezirkshauptmannschaft Liezen sowie der örtlichen Feuerwehr entschied Bürgermeister Matthias Schwab, die Bevölkerung im potenziell betroffenen Bereich vorsorglich über eine mögliche Evakuierung im Falle weiterer Starkregenereignisse zu informieren.

    Um 18:21 Uhr alarmierte die Bereichsfeuerwehrzentrale „Florian Liezen“ insgesamt neun Feuerwehren aus der Umgebung. Ihre Aufgabe bestand darin, die Bewohner von 47 Gebäuden innerhalb der gelben Gefahrenzone des Dürrbaches – auf einer Fläche von rund 10 Hektar – persönlich über die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen zu informieren.

    Parallel dazu wurde im Rüsthaus Oberhaus der Abschnittsführungsstab eingerichtet, um den Einsatz zentral zu koordinieren und die laufende Lagebeurteilung sicherzustellen. Bis 21:45 Uhr konnten sämtliche betroffenen Haushalte informiert werden.

    Während des gesamten Einsatzes wurde die Wetterentwicklung laufend anhand verschiedener Wetter- und Niederschlagskarten sowie Webcams im alpinen Bereich überwacht. Nachdem die Gewitterzellen das Einsatzgebiet verlassen hatten und keine unmittelbare Gefährdung mehr bestand, konnte der Einsatz gegen 23:30 Uhr beendet werden. Die Feuerwehrkräfte blieben bis 23:00 Uhr in erhöhter Bereitschaft.

    Die vorsorgliche Information der Bevölkerung dient ausschließlich dazu, im Ernstfall rasch und geordnet reagieren zu können. Sollte eine Evakuierung tatsächlich notwendig werden, werden die betroffenen Bewohner mit entsprechender Vorlaufzeit verständigt. Die behördliche Warnung bleibt vorerst bis Donnerstag aufrecht.

    Am heutigen Tag wird die Situation gemeinsam mit dem Landesgeologen im Rahmen einer Flugerkundung erneut bewertet. Anschließend werden die weiteren Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Behörden und den Einsatzorganisationen festgelegt.

    Bürgermeister Matthias Schwab bedankte sich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für ihren professionellen und engagierten Einsatz sowie für die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.

    Im Einsatz standen:

    • 63 Feuerwehrmitglieder von 9 Feuerwehren
    • 16 Mitglieder der Bergrettung
    • 2 Mitarbeiter des Roten Kreuzes
    • 6 Polizeibedienstete
    • Die Bezirkswarnzentrale mit aufgestockter Mannschaft

    Weiters beteiligt:

    • Bürgermeister Matthias Schwab
    • Amtsleiter Klaus Gössweiner
    • Bezirkskatastrophenreferent Stefan Schröck
    • Christian Gebeshuber, Leiter Katastrophenschutzplanung des Landes Steiermark
    • HBI Hannes Resch, Einsatzleiter der Feuerwehr
    • BR Benjamin Schachner, Abschnittsfeuerwehrkommandant
    • ABI Thomas Fessl, Landes-KHD-Kommandant
    • ABI Christoph Schlüßlmayr (Medien) und BI Ronald Haider

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