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Schießsport im Bezirk Liezen
Hochkonzentriert stehen Frauen und Männer an einem der 15 Schießstände. Das Auge am Diopter, wird tief ausgeatmet und anschließend die Luft angehalten. Der Schütze ist bestrebt die Mitte einer Schießscheibe zu treffen, die 10 Meter entfernt ist. Der Durchmesser der „Zehn“ beträgt 0,5 mm mit ± 0,1 mm Toleranz. Dazu zielt er oder sie mit Hilfe eines Diopters und eines Korntunnels und löst den Schuss durch das Drücken des leichtgängigen Abzuges. Besonders wichtig ist dabei eine ruhige Hand und Konzentrationsvermögen des Schützen. Bis zum Alter von 45 Jahren wird Luftgewehr grundsätzlich stehend freihändig geschossen, wobei der Schütze ohne Anlehnung und künstliche Stützen stehen muss. Der Abzug wird durchgedrückt, der Schuss löst sich. Jubel über den Treffer ins Schwarze brandet keiner auf, die Schützen wollen sich gegenseitig nicht stören. Gefeiert wird später.
In den Klassen: Luftgewehr, Luftgewehr Hobby, Luftpistole und LP 5 (Einzelwertung und Mannschaft) wird vom 14. - 16. Jänner 2011 der Bezirksschützenmeister ermittelt. Teilnahmeberechtigt sind alle Freunde des Schießsportes des Bezirkes Liezen. Geschossen wird in der Volksschule Gröbming Kirchplatz 15 bei Oberschützenmeister Laci Seibetseder.
Hobbyschützen müssen dabei in normaler Straßenbekleidung antreten. Schießbekleidung (Jacke, Hose, Hand-und Schießschuh) ist nicht gestattet, Waffen dürfen nicht umgebaut sein und müssen der Schießordnung entsprechen. Hobbyklasse soll den Hobbyschützen vorbehalten sein!
Einige Details zum Schießsport:
Luftgewehre sind Gewehre, die ein Geschoss durch die Ausdehnung von komprimiertem Gas antreiben. Im Unterschied zu Feuerwaffen wird das unter Druck stehende Gas nicht durch die Explosion einer Treibladung erzeugt, sondern innerhalb oder außerhalb der Waffe mechanisch verdichtet. Auch Waffen, bei denen das Geschoss mit einem anderen Gas als Luft angetrieben wird, werden zu den Druckluftwaffen gezählt. Zur Bereitstellung des komprimierten Gases werden verschiedene Verfahren genutzt.
Luftgewehre haben im Vergleich zu Handfeuerwaffen eine wesentlich geringere Leistung und sind militärisch kaum nutzbar. Sie sind aber zur Übung der Schießfertigkeit geeignet und wegen der geringen Betriebskosten und des vergleichsweise problemlosen Erwerbs beliebte Sportgeräte.
Das Luftpistolenschießen findet grundsätzlich in der Anschlagsart „stehend freihändig“ statt. Die Luftpistole darf nur mit einer Hand gehalten werden. Das Abzugsgewicht muss mindestens 500 g betragen. Das Gewicht der Waffe darf 1500 g nicht überschreiten. Vor jedem Wettkampf ist das Abzugsgewicht zu überprüfen.
Die Visierung erfolgt über Kimme und Korn, die auf der Oberseite der Waffe angebracht sind. Es darf bei Wettkampfwaffen grundsätzlich nur eine offene Visierung verwendet werden, das heißt Kimme und Korn dürfen nicht in Gehäusen untergebracht sein. Die Kimme besteht aus einer rechteckigen Aussparung in einem Metallplättchen. Das Korn ist an der Oberkante abgeflacht und muss nun beim Zielen mit seiner Oberkante eine Linie mit der Oberkante der rechteckigen Aussparung in der Kimme bilden. Diese Linie muss nun unterhalb des Ringspiegels einer Schießscheibe angesetzt werden (man spricht hierbei von „aufsitzen lassen“ des Ringspiegels). Dabei soll das Korn gleichzeitig mittig unterhalb der Zehn auf der Schießscheibe angesetzt werden.
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