Steirische Volkspartei feiert das 75-jährige Bestehen

Von Feierlichkeiten wird aufgrund der Coronakrise und deren Beschränkungen natürlich abgesehen, eine Woche lang erinnert die Steirische Volkspartei auf ihren Online-Plattformen an große Persönlichkeiten und prägende Erlebnisse.

Am 18. Mai 1945 wurde die Landespartei im Konventsgebäude der Kreuzschwestern in Graz gegründet. Und es wäre wohl ein größerer Festtag geworden, denn ein Dreivierteljahrhundert dürfte man durchaus feierlich begehen. Doch die Coronakrise und ihre Beschränkungen lassen dies selbstverständlich nicht zu, daher „weicht“ die Steirische Volkspartei mit ihrem Jubiläum ins World Wide Web aus und blickt in der kommenden Woche online auf die Geschichte der Partei zurück.

„In Zeiten wie diesen gibt es klarerweise Wichtigeres als zu feiern. Das haben wir als Steirische Volkspartei zuletzt auch ganz klar mit unserer Steirerband-Aktion „Aufeinander schauen ist steirisch“ bewiesen, mit der wir schon 100.000 Euro einnehmen und vielen Menschen helfen konnten“, erklärt Landesparteigeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg, „dennoch wollten wir das 75-Jahre-Jubiläum nicht ganz außer Acht lassen, schließlich darf man auch auf die zahlreichen Erfolge der letzten Jahrzehnte stolz sein. Die Intention war daher, ein umfangreiches Online-Programm zusammenzustellen, mit dem wir alle wichtigen Persönlichkeiten aus der Steirischen Volkspartei vor den Vorhang bitten wollen.“

Die „Geburtstagswoche“ wird am Montag mit einer Online-Rede des Landesparteiobmannes Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnet. Danach folgen viele weitere interessante Beiträge und Inhalte. So wurde etwa die Jubiläums-Lektüre aus 2015 von Politikwissenschafter Klaus Poier digital um fünf weitere Jahre erweitert. Filmproduzent Herbert Martinschitz verlängerte den 70-Jahre-Film über die Steirische Volkspartei um die Jahre 2015 bis 2020. Schützenhöfer und Frau Landeshauptmann a. D. Waltraud Klasnic schwelgen in ganz speziellen Podcast-Folgen in Erinnerungen. Und natürlich kommen auch die aktuellen Landesräte Juliane Bogner-Strauß, Barbara Eibinger-Miedl, Christopher Drexler und Johann Seitinger sowie Klubobfrau Barbara Riener zu Wort. Alle Beiträge sind auf der Homepage www.stvp.at bzw. auf Facebook und YouTube zu sehen (siehe Links).

„Ich möchte mich bei allen Landeshauptleuten – beginnend beim ersten unseres Landes, Anton Pirchegger, bis zu meinem Vorgänger Franz Voves – bedanken. Vor allem danke ich aber meinen Vorgängern als ÖVP-Landeshauptleute: Josef Krainer senior, Friedrich Niederl, Josef Krainer junior und Waltraud Klasnic für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie alle haben großartige Leistungen für unser Land erbracht und unsere Steiermark auf diesen erfolgreichen Weg geführt. Ohne sie alle wären wir nicht da, wo wir heute sind“, meint Schützenhöfer.

Blicken wir zurück ins Jahr 1945: Reinhard Machold, sozialdemokratischer Parteivorsitzender im Land, war provisorisch für die Verwaltung des Landes eingesetzt worden. Um eine erste Landesregierung nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Beine zu stellen, sucht er auch innerhalb der Christlichsozialen Partei Mitstreiter und findet diesen unter anderem in Alois Dienstleder. Dieser war 1933/34 der letzte demokratisch gewählte Landeshauptmann der Steiermark. Die neue Regierung steht am 15. Mai 1945, die Sowjets, die zu diesem Zeitpunkt annähernd die ganze Steiermark besetzen, verlangen von Dienstleder die Gründung einer neuen Partei. Ein Monat nachdem die Österreichische Volkspartei am 17. April in Wien aus der Taufe gehoben wurde, wurde in Graz somit die „Steirische Volkspartei“ offiziell gegründet. Dem ersten Parteivorstand gehörten neben Dienstleder auch noch Anton Pirchegger, Karl Leskovar, Josef Schneeberger und Josef Hollersbacher an. Am 25. November 1945 fanden die ersten Landtagswahlen nach dem Krieg statt (in allen neun Bundesländern übrigens), die Steirische Volkspartei erreichte damals mit 53,02 Prozent die absolute Mehrheit. Pirchegger wurde erster demokratisch gewählter Landeshauptmann der Steiermark in der Nachkriegszeit.

In den Folgejahren prägte die Steirische Volkspartei das politische Geschehen im Land wie keine andere Partei. 65 Jahre lang stellte sie insgesamt den Landeshauptmann, Persönlichkeiten wie Krainer senior, Niederl, Krainer junior, Klasnic und Schützenhöfer, der die Partei nach zehn Jahren wieder an die Nummer-1-Position zurückführen konnte, sind untrennbar mit der Historie der Steiermark verbunden. Schützenhöfer: „Querdenken, vordenken, nachdenken, innovativ und revolutionär gestalten – all das liegt dieser Partei mit ihren mannigfaltigen Persönlichkeiten von der Geburtsstunde an im Blut. Bleiben wir auch weiterhin eine Bewegung, die weit über den Tellerrand hinausschaut, sich der christlichen Werte besinnt, aber mit Blick auf die Realität versucht, unsere Werte in die Gegenwart zu übersetzen!“

75 Jahre Steirische Volkspartei – hier gibt es die Beiträge:
Homepage: www.stvp.at
Facebook: www.facebook.com/steirischevp
YouTube: www.youtube.com/user/stvpTV

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