So schützen Sie sich vor Einbrüche!

Dämmerungs- Einbrüche vermeiden LPD/Makowecz Dämmerungs- Einbrüche vermeiden
Mit Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche.

Die Polizei geht daher verstärkt gegen diese Kriminalitätsform vor. Vernetzte Analysen und damit raschere Fahndungen und Ermittlungen sollen gemeinsam mit mehr Prävention und verstärktem Austausch mit der Bevölkerung helfen. Der direkte Kontakt zur Polizei steht im Mittelpunkt.

Abteilungsinspektor Arthur Guganigg ist seit vielen Jahren im Bereich der Kriminalprävention tätig. In diesem Interview gibt er Tipps, wie man das Risiko reduziert, selbst Opfer eines Dämmerungsbeinbruchs zu werden.

Zu welcher Jahres- bzw. Tageszeit werden Einbrecher für gewöhnlich aktiv?
Die Einbrecher schlagen für gewöhnlich vermehrt von November bis Jänner zu. In der Steiermark haben wir aber bereits jetzt im Oktober vereinzelte Fälle vorliegen. Die Täter sind besonders in der Dämmerungszeit unterwegs.

Wo setzt die steirische Polizei hier an?
Seit mehreren Jahren gibt es ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Dämmerungseinbrüchen. Dieses Paket besteht aus Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie verstärkten Präventionsmaßnahmen. Die Prävention zielt darauf ab, Bürger*innen zu helfen, sich selbst zu schützen. Durch die Änderungen des eigenen Verhaltens oder durch die Anwendung technischer Hilfsmittel soll die Wahrscheinlichkeit minimiert werden, selbst Opfer eines Verbrechens zu werden.

Wie können sich die Menschen am besten schützen?
Eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die zum Beispiel bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht oder den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste. Wir wollen als Polizei die Menschen dazu motivieren, uns bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen.

Welche konkreten Tipps kann die Kriminalprävention diesbezüglich noch geben?
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial.
• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren und lassen Sie diese nicht gekippt. Versperren Sie die Wohnungstür und ziehen diese nicht nur hinter sich zu. Machen Sie das auch, wenn Sie nur kurzzeitig abwesend sind.
• Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht für ihre Zwecke nützen können (zum Beispiel herumstehende Leitern oder andere Aufstiegshilfen).
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
• Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

Verstauen Sie Ihre Wertsachen und wichtigen Dokumenten auch in den eigenen Wohnräumen an einem sicheren Ort und lassen diese nicht offen liegen.

Besonders wichtig ist es, gute nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen aber auch im Ernstfall Zivilcourage zu beweisen und verdächtige Umstände sofort bei der Polizei zu melden. Hinweise aus der Bevölkerung können zur Aufklärung bereits geschehener Verbrechen aber auch zur Verhinderung von Einbruchsdiebstählen beitragen.

Sollten Sie Zeug*in eines Einbruchsdiebstahles werden oder einen Einbruchsdiebstahl wahrnehmen, greifen Sie nicht selbst ein, sondern rufen Sie unverzüglich die Polizei (133).

An wen kann ich mich als Bürger*in wenden?

Beamte der Kriminalprävention sind über jede Polizeidienststelle - Servicetelefonnummer 059133 erreichbar.

Bei verdächtigen Wahrnehmungen bzw. im Notfall wählen Sie unbedingt die 133.

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