Das Altausseer Bierzelt
- verfasst von BLO24
- Panoptikum
Was dem Kunstliebhaber sein Van Gogh, das sind dem „Fuatgeha" die alle Jahre wiederkehrenden „Drei Tog Kiritog" von Altaussee.
Wird man nämlich am Samstagabend von den Massen, der aus ganz Europa angereisten Bierzeltverrückten mitgerissen, dann sind es gefühlte Millionen die sich, bewaffnet mit schweren Humpen, Grillhendl,
schicker Tracht und natürlich jeder Menge Überschwang, an einem vorbeiquetschen und tanzen, paschen und Juchizen als gäbe es kein Morgen.
Da hüpfen Holländer neben Deutschen und Franzosen auf den Tischen bis sie brechen und über allem schwebt die traditionelle Musi, die G'stanzl auf Marsch auf Polka auf Landler folgen lässt.
Die Menschenmassen heizen das große Festzelt derartig auf, so dass Brillen und Objektive anlaufen und unbrauchbar werden. Das Bierzeltvolk schwitzt aus allen Poren, auch,
wenn es nicht gerade auf den Tischen tanzt – nirgends ist die Stimmung dem Siedepunkt näher als hier. Und das gilt auch für die Sitzgelegenheiten im Freien, auch wenn das Wetter eigentlich heuer eher von der Nasskalten Sorte zu sein beliebt.
Es ist schwierig im Getümmel „Promis" auszumachen, aber man weiß, sie sind da. Hermann Maier, Hannes Androsch oder Didi Mateschitz sind nur einige der großen Namen,
die man regelmäßig auf der „Gästeliste" des Kiritogs findet. Kabarettistin Isabella Woldrich ist dieses Mal allerdings die einzige, die wir tatsächlich vor die Kamera bekommen.
Während also rund um die Zelte „die Luft brennt" flaniert man draußen genüsslich durch die Reihen der Verkaufsstände und Jahrmarktsattraktionen. Langosch, Schnitzelsemmeln,
Lebkuchenherzen und Zuckerwatte wechseln zu Tausenden die Besitzer. Buam und Dirndln versuchen sich am Schießstand und eine Fahrt im Autodrom macht das Altausseer Kiritog-Erlebnis erst so richtig komplett.
An ein „Nach-Hause-Gehen" ist für viele Besucher auch dieses Mal selbst am Samstag Morgen nicht zu denken. Schließlich lautet das Motto des Altausseer Kiritogs „DREI Tog, drei Tog gemma neama hoam!"
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