Volle Power für die Liezener Innenstadt

Volle Power für die Liezener Innenstadt BLO24/Pascal
Liezen: Vieles wurde im letzten Jahr unter Einbeziehung aller Instanzen für die Entwicklung eines Masterplans abgearbeitet – vom Pop-up-Store über eine Bevölkerungsbefragung bis zur städtebaulichen Analyse mit Schwerpunkt Hauptplatz-Neugestaltung.

Bei der Bürgerver-sammlung am Dienstag wurden nun als Leitprojekt die Möglichkeiten für die Neugestaltung des Platzes präsentiert. Auch eine Finanzierung von 500.000 Euro jährlich für den Hauptplatz ist fixiert.

„Dieses Leader-Projekt wurde immer als kooperativer Prozess geführt – mit dem Ergebnisziel, im November 2019 den Masterplan für eine Innenstadtentwicklung mit Schwerpunkt Hauptplatz und ein Entwicklungsleitbild zu präsentieren“, fasst Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner das Mammut-Projekt zusammen. Nicht weniger als 30 Meetings mit aktiver Bürgerbeteiligung wurden durchge-führt, die relevanten Ergebnisse sofort in die Masterplanung übergeführt. „Nun können wir nach nur einem Jahr einen effizienten Masterplan vorweisen und beim Leitprojekt, der Hauptplatz-Planung, haben wir auch die fixe Basis für die Planungsausschreibung erledigt“, so Vizebürgermeister Stefan Wasmer, der das Projekt leitet. Eine so umfassende Abarbeitung in vergleichsweise sehr kurzer Zeit konnte nur durch die zielorientierte Zusammenarbeit aller Fraktionen im Gemeinderat gelingen.

So arbeitete auch die ÖVP bei allen Prozessen von Beginn an engagiert mit. Vizebürgermeister Egon Gojer erklärt die überfraktionelle Kooperation so: „Durch das aktive Miteinbeziehen der Bevölkerung steht der gesamte Masterplan auf breiten Beinen, und das war und ist uns sehr wichtig. Wir stehen natürlich auch weiterhin hinter dem Gesamtplan und sehen uns als Kontrollorgan bei der gemeinsa-men Umsetzung“. Eine Basis, auf die man auch weiterhin baut: „Mein ganz großer Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen in den Gremien. Liezen hat hier vorgezeigt, mit wie viel Engagement jeder Einzelne bei der Sache ist, davon können sich andere Gemeinden viel abschauen“, so Glashüttner.

Der Masterplan
Zielsetzung des Masterplans ist es, neue architektonische Konzepte und Qualitäten für den inner-städtischen Bereich zu entwickeln, diesen zu modernisieren und zu gewährleisten, dass hohe gestal-terische Qualitäten für künftige Maßnahmen selbstverständlich übernommen werden. Sowohl die Bevölkerung als auch Besucher der Stadt sollen schlussendlich einen höchst lebenswerten inner-städtischen Bereich vorfinden, in dem man bewusst gerne verweilt. Gesamt umfasst der Masterplan 53 definierte Handlungsmaßnahmen, die mit Prioritäten, Kosten und Zeitachsen hinterlegt sind.

Der Hauptplatz
Der vorliegende Grundrissplan von Poppe Prehal Architekten ist das Ergebnis einer aufwändigen städtebaulichen Analyse, den unzähligen Anforderungen aus der Bevölkerungsbefragung und der intensiven Arbeit der Fokusgruppen unter Berücksichtigung verkehrsplanerischer Aspekte. Er bildet die Basis für die Neugestaltung. „Ob es ein Architektenwettbewerb, eine Ausschreibung oder viel-leicht ein Studentenprojekt werden soll, halten wir uns zum derzeitigen Zeitpunkt noch offen“, so Glashüttner.

Bisheriger zeitlicher Ablauf

Mai 2018
Pop-up-Store eröffnet – der barrierefreie Zugang zur Stadt für Bürgeranliegen
September 2018
Bevölkerungsbefragung – Abgabeschluss 8.10.2018 – knapp 1.000 ausgefüllte Fragebögen
Oktober 2018
Beauftragung Architekt mit der städtebaulichen Analyse und Start Ausarbeitung Masterplan Liezen
November 2018
Ergebnispräsentation der Umfrage bei der Bürgerversammlung und Aufruf zur Bürgerbeteiligung in den Fokusgruppen
Ab Dezember 2018
30 Fokus- und Steuerungsgruppensitzungen und Ergebnispräsentationen bis Sommer 2019
5 Steuerungsgruppensitzungen
5 Leitbildworkshops
120 interne Arbeitssitzungen

Das weitere Vorgehen
• Finanzierungskonzept mit jährlich ca. 500.000 EURO ist fixiert
• Personelle Strukturen schaffen (Mitarbeiter/in, der/die den Innenstadtprozess begleitet; Ausschreibung der Stelle, Koordination des Prozesses, Ansprechperson nach Innen und Außen)
• Machbarkeitsanalysen durchführen (Tiefgarage, Begegnungszone, Auswirkungen auf den Verkehr)
• Ausschreibung bzw. Architektenwettbewerb
• Bürger-Beteiligung bei der Entscheidung über die finale Ausführung

Es waren laufend über die Steuerungsgruppe alle politischen Fraktionen eingeladen und informiert sowie aktiv beteiligt.

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