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    Der Wald im Fokus der Fotografie


    Wenn Bilder unsere Sicht auf die Natur verändern
    Der Wald im Fokus der Fotografie
    Im Wald finden sich oftmals faszinierende Motive unmittelbar neben den Wegen © Philipp Jakesch
    18. September 2026

    Hieflau wird im Oktober zum Treffpunkt für Naturfotografie, Wissenschaft und Waldökologie: Bei der Tagung „Naturfotografie im Dialog“ im Campus Alps dreht sich zwei Tage lang alles um die Frage, wie Fotografien unser Bild vom Wald prägen – zwischen ursprünglicher Wildnis, bedrohtem Lebensraum und märchenhafter Gegenwelt.

    Der Wald ist weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Er ist Lebensraum, Klimafaktor und Wirtschaftsgut, gleichzeitig aber auch Rückzugsort, Sehnsuchtsraum und Schauplatz unzähliger Geschichten. Kaum ein anderer Naturraum ist mit derart vielen Vorstellungen und Emotionen verbunden.

    Genau diesem Spannungsfeld widmet sich die Tagung „Naturfotografie im Dialog“ am 15. und 16. Oktober 2026 im Campus Alps in Hieflau. Unter dem Titel „Sehnsucht Wald – Waldfotografie zwischen Wissenschaft und Märchenerzählung“ bringt der Nationalpark Gesäuse Fotografie, Waldökologie sowie Kunst- und Kulturwissenschaft zusammen.

    Bilder erzählen Geschichten

    Fotografien können den Wald als ursprüngliche Wildnis, als geordneten Bestand, als bedrohten Lebensraum oder als geheimnisvolle und märchenhafte Welt zeigen. Dabei dokumentieren Bilder nicht nur den Zustand der Natur. Sie beeinflussen auch, wie Menschen über Wald, Naturschutz und Veränderungen unserer Landschaft denken.

    „Naturfotografie ist nie nur ein Abbild. Mit der Wahl des Ausschnitts, des Lichts und des Augenblicks entsteht immer auch eine Erzählung“, erklärt Martin Hartmann vom Nationalpark Gesäuse.

    Gerade angesichts von Klimawandel, Artenverlust und einer zunehmend inszenierten Darstellung der Natur komme Fotograf eine besondere Verantwortung zu.

    Vom starken Einzelbild zur fotografischen Erzählung

    Bei der Tagung treffen internationale Natur- und Waldfotograf auf Fachleute aus Waldökologie, Kunst- und Kulturwissenschaft sowie Medien. In Vorträgen und Gesprächsrunden geht es um das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit, dokumentarischem Anspruch und poetischer Bildsprache.

    Dabei steht nicht nur die technische Qualität einer Aufnahme im Mittelpunkt. Vielmehr geht es um die Haltung hinter der Kamera: Was zeigen wir mit einem Bild – und was bleibt bewusst oder unbewusst außerhalb des Bildausschnitts?

    Die Tagung richtet sich an Fotograf, Studierende, Bildredakteur, Vermittler, Forstleute und Wissenschaftler sowie an alle, die sich intensiver mit dem Wald und seiner fotografischen Darstellung beschäftigen möchten.

    Termin: Donnerstag, 15., und Freitag, 16. Oktober 2026, jeweils ab 9 Uhr
    Ort: Campus Alps, Waag 5, 8920 Hieflau
    Teilnahme: kostenlos
    Anmeldung: bis 11. Oktober 2026 unter www.naturschutzakademie.com/fotoschule

    Verpflegung und Nächtigung sind selbst zu organisieren. Da die Plätze in den Workshops begrenzt sind und bereits bei der Anmeldung ein Workshop ausgewählt wird, ist eine rechtzeitige Registrierung erforderlich.


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