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Aktualisiert: 25. Okt. 2026 - 11:25
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    ÖBB erhöhen die Zugkraft in Liezen


    Liezen: Mit Gussteilen und Stahlbaugruppen zählt die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei zu den wichtigsten heimischen Bahnzulieferern.
    ÖBB erhöhen die Zugkraft in Liezen
    GF Wolfgang Haindl, Andreas Thurner, ÖBB Generaldirektor Andreas Matthä und MFL-Geschäftsführer Herbert Decker BLO24.at
    15. Oktober 2018

    Mit innovativen Schienenfräsaggregaten will der obersteirische Traditionsbetrieb nun am Weltmarkt expandieren. Als Technologiepartner fungieren die ÖBB: Generaldirektor Andreas Matthä besucht das Werk persönlich.

    Die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei (MFL) ist auf Schiene: Rund ein Drittel des Umsatzes von zuletzt 100 Millionen Euro erwirtschaftet das Unternehmen im Bereich Bahnverkehrstechnik. Ein Großteil davon entfällt auf hochpräzise Gussteile und Schweißbaugruppen – das „Who-is-who“ der internationalen Bahnzulieferindustrie wird damit von Liezen aus beliefert: So zählen unter anderem Siemens, Bombardier und Stadler zu den Kunden der Obersteirer.

    Rund drei Viertel der Produkte gehen in den Weltmarkt, wo das 800-köpfige Unternehmen nun auch mit innovativen Schienenfräsaggregaten reüssieren will: „Schienenverkehrswege sind vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich immer stärker werdenden Anforderungen ausgesetzt. Mit unseren entsprechenden Frästechnologien kann die Lebensdauer dieser Schienen maßgeblich erhöht werden. Das führt zu mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Sicherheit und darüber hinaus zur Reduktion des Lärms“, betont MFL-Geschäftsführer Herbert Decker.

    ÖBB an Bord
    Als Technologiepartner der Liezener fungieren die ÖBB: Generaldirektor Andreas Matthä stattete dem Werk dazu einen persönlichen Besuch ab: „Viele unserer Züge sind bereits mit Know-how aus Liezen unterwegs. Schon jetzt sind konkret hochpräzise Gussteile und Stahlbaugruppen in unseren Schienenverkehrsfahrzeugen verbaut. Aus diesem Grund forcieren wir auch die Technologie-Partnerschaft im Bereich der Schienenfräsaggregate“, betont Matthä. Konkret wollen die beiden Unternehmen durch einen strategischen Austausch die Anforderungen von morgen für die speziellen Fräsaggregate definieren.

    „Türöffner“
    Auf Basis der wechselseitigen Entwicklungen wollen die ÖBB auch als „Türöffner“ dienen: „Speziell heimische Klein- und Mittelbetriebe wollen wir dabei unterstützen, neue, internationale Märkte zu erschließen“, sagt ÖBB Holding-CEO Matthä. Auch für international bereits etablierte größere Unternehmen wie die MFL entstehen dadurch zusätzliche Möglichkeiten: „Die Technologiepartnerschaft und die daraus resultierende internationale Perspektive mit den ÖBB sind ein wichtiger Impuls für uns als regional verankerter Arbeitgeber“, betont MFL-Geschäftsführer Decker.

    Heimische Wertschöpfung
    Schon jetzt ist der heimische Bahnbetreiber ein maßgeblicher Faktor für die steirische Wirtschaft: Rund 80 Prozent der ÖBB-Infrastruktur-Projekte gehen an heimische Klein- und Mittelbetriebe. „Als einer der größten Auftraggeber für die Bahnindustrie stehen wir für heimische Wertschöpfung, natürlich immer unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Zudem unterstützen wir Internationalisierungsschritte insbesondere von innovativen Klein- und Mittelbetrieben. Denn das sichert unsere Arbeitsplätze nachhaltig ab“, betont ÖBB Holding-CEO Andreas Matthä.


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