Hirn, Herz und Hand für die Natur
© BNW
Hermann Unterberger(Bezirksleiter Stellvertreter), Erwin Treitler(Bezirksleiter), Mag. Margit Daxböck(Kassaprüferin), MSc BSC Eva Liliane Kuchler((Kassierin), Ing. Martin Hagauer(Delegierter) und Lisa Treitler(Schriftführerin)
Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht ist weit mehr als ein Verein von Naturfreund:innen – sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit hoheitlichem Auftrag. In einer Zeit, in der unsere natürlichen Lebensräume zunehmend unter Druck geraten, ist ihre Rolle im Natur- und Landschaftsschutz von unschätzbarem Wert. Mit Engagement, Fachwissen und Idealismus setzen sich die rund 2000 Mitglieder tagtäglich für den Erhalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt ein – freiwillig, unentgeltlich, aber mit voller Überzeugung.
Ausbildung mit Tiefgang
Der Weg zum Berg- und Naturwächter ist anspruchsvoll und beginnt mit einer fundierten einjährigen Ausbildung. Diese vermittelt nicht nur ökologische und rechtliche Grundlagen, sondern fordert auch soziale und organisatorische Kompetenzen. Erst nach bestandener Prüfung bei der zuständigen Behörde erfolgt die offizielle Bestellung – meist im feierlichen Rahmen. So wird sichergestellt, dass jedes Aufsichtsorgan gut vorbereitet seiner Verantwortung nachkommen kann.
Lernen ein Leben lang
Die Herausforderungen im Natur- und Umweltschutz wachsen stetig – und damit auch die Anforderungen an die Berg- und Naturwacht. Deshalb wird großes Augenmerk auf Weiterbildung gelegt. Die Mitglieder spezialisieren sich in Bereichen wie Amphibien- oder Abfallkunde, Neophytenmanagement, Biberberatung oder Baumkontrolle bei Naturdenkmalen. Dieses breite Fachwissen ermöglicht ein zielgerichtetes Eingreifen vor Ort – fachlich kompetent und praxisnah.
Natur erleben, Natur verstehen
Nachhaltiger Naturschutz beginnt mit dem Wissen über die Natur. Deshalb engagiert sich die Bergwacht stark in der Umweltbildung. Workshops und Exkursionen für Kindergärten und Schulen, Projekte wie „Schule auf dem Weg nach draußen“ oder „Kindersicherer Bezirk“ vermitteln bereits den Jüngsten den Wert unserer natürlichen Lebensräume – spielerisch, anschaulich und mit Begeisterung.
Aktiver Schutz in allen Lebensräumen
Ob Amphibienschutz, Biotoppflege oder Müllbeseitigung – die Einsatzstellen der Berg- und Naturwacht übernehmen ein breites Spektrum an Aufgaben. Sie bauen Nistkästen, legen Lehrpfade an, restaurieren Kulturgüter und sichern gefährdete Lebensräume. Dabei wird nicht nur reagiert, sondern auch aktiv gestaltet und vorausschauend gehandelt.
Bezirk Liezen – groß, engagiert und vielfältig
Der Bezirk Liezen ist flächenmäßig der größte Bezirk der Steiermark (ohne die Expositur Gröbming, aber inklusive Salzkammergut) – und wird von 11 Einsatzstellen mit insgesamt 224 engagierten Berg- und Naturwächter:innen betreut. Ob im alpinen Gelände oder im Tal – die Mitglieder sind flächendeckend für Natur und Landschaft im Einsatz. Ein besonderer Service ist die Naturschutzhotline, bei der vier Biolog:innen und eine Koordinatorin werktags kompetente Beratung rund um Flora und Fauna bieten.
Naturschutzhotline Steiermark:
0664 / 224 222 0
Montag bis Freitag, 9–15 Uhr
Ehrenamt aus Überzeugung
Was alle Mitglieder eint, ist die Leidenschaft für die Natur und das tiefe Bedürfnis, unsere Umwelt zu schützen – für uns und kommende Generationen. Es ist das Zusammenspiel aus Hirn (Fachwissen und Ausbildung), Herz (innerer Überzeugung) und Hand (praktischer Einsatz), das die Steiermärkische Berg- und Naturwacht ausmacht.
Denn nur was man kennt und versteht, kann man auch schützen.
Mit ihrem Einsatz beweist die Berg- und Naturwacht tagtäglich, wie gelebter Naturschutz in der Steiermark funktioniert – verlässlich, fachlich kompetent und voller Begeisterung.
