Kriminalstatistik Jänner – März 2011

Empfehlung Kriminalstatistik Jänner – März 2011
Kriminalstatistik Jänner – März (1. Quartal) 2011
Mehr geklärte Fälle! In Österreich wurden im 1. Quartal 2011 mehr Fälle geklärt: die Zahl der geklärten Fälle konnte gegenüber dem Vorjahr auf 58.135 Fälle – somit um 16,4 Prozent gesteigert werden.

Aufklärungsquote steigt auf 43,5 Prozent im 1. Quartal 2011
Ein Vergleich der Quargtalszahlen zeigt, dass die Aufklärungsquote im 1. Quartal 2011 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten Jänner bis März 2010 von 38,8 Prozent auf 43,5 Prozent gestiegen ist.

Steiermark:
Eine erste Begutachtung der vorhandenen Daten für die vorläufige polizeiliche Kriminalitätsstatistik Jänner - März 2011 lässt diese 3-Monatsbilanz im Vergleich zu Jänner - März 2010 positiv erscheinen.

Prozentuell gesehen gab es in den Bezirken Murau, Weiz, Deutschlandsberg und Bruck/Mur die größten Rückgänge bei den angezeigten Fällen.

Bei den geklärten Fällen weisen die Bezirke Voitsberg, Graz-Umgebung, Radkersburg und Judenburg prozentuell, zahlenmäßig Graz und Graz-Umgebung, die größten Steigerungen aus.

Bemerkungen:
Zur vorläufigen quartalsmäßigen Kriminalstatistik wird bemerkt, dass sie im Zusammenhang mit den begangenen gerichtlich strafbaren Handlungen jene Amtshandlungen zeigt, die in einen Bericht (z.B. Abschlussbericht - früher Anzeige) an eine Staatsanwaltschaft münden.

Seit 1. Juli 2006 ist die „Beharrliche Verfolgung" (Stalking) einer Person strafbar (§ 107a StGB – eingeführt mit dem Strafrechtsänderungsgesetz 2006). Von Jänner – März 2011 sind in der Steiermark 94 Fälle zur Anzeige gelangt und 66 geklärt worden; Von Jänner – März 2010 wurden 67 Fälle angezeigt und 54 geklärt.
Allgemein gesehen sind die angezeigten gerichtlich strafbaren Handlungen (12.886) in der Steiermark von Jänner bis März 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Jänner bis März 2010 (12.254) um 6,5 Prozent mehr geworden. Die geklärten gerichtlich strafbaren Handlungen (6.325 – Jänner bis März 2011 bzw. 5.568 im Jänner bis März 2010) sind im gleichen Zeitraum sehr deutlich um 13,3 Prozent gestiegen. Die allgemeine Aufklärungsquote für die Monate Jänner bis März 2011 in der Steiermark beträgt 49,1 Prozent - das ist eine Steigerung zum Vergleichszeitraum Jänner bis März 2010 um 3,6 Prozent). Österreichweit beträgt die Aufklärungsquote 43,5 Prozent.
Das Bundesland Steiermark liegt bei der Aufklärungsquote erfreulicherweise mehr als 5,5 Prozent über dem Österreich - Durchschnitt.

Gesamtkriminalität: Bei den ermittelten Tatverdächtigen im Zeitraum Jänner – März 2011 (7.172) beträgt der Anteil der Fremden 21,6 Prozent (1.549). Im Zeitraum Jänner bis März 2010 hat der Fremdenanteil während dieses Zeitraumes 20,9 Prozent betragen - von 5.987 ermittelten Tatverdächtigen waren damals 1.253 Personen Fremde.
Maßnahmen der Sicherheitsexekutive in der Steiermark:
Grundsätzlich wird von der Sicherheitsexekutive bei der Auswertung der Statistiken die Deliktsentwicklung bzw. die Entwicklung nach kriminologischen Sachverhalten bewertet bzw. beurteilt und der Kriminalität durch spezielle Kriminalitätsbekämpfungs- und –vermeidungsstrategien, verbunden mit Ressourceneinsätzen, begegnet.

Die Maßnahmen der Sicherheitsexekutive in der Steiermark werden weiterhin wie in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Schwerpunkten Kriminalitätsbekämpfungsmaßnahmen und -aktionen gesetzt - vor allem im Hinblick auf die Eigentumskriminalität (insbesondere betr. die Einbruchskriminalität in Wohn-, Firmen-, Geschäfts- Apotheken/Ordinations- und Bürobereiche sowie in Kraftfahrzeuge – unter Bedachtnahme auf die Jahreszeit (sogenannte Dämmerungseinbrüche, Abwesenheitseinbrüche, Fahrraddiebstähle, Gelegenheitsdiebstähle darunter auch Taschen- und Trickdiebstähle) aber auch Raubdelikte, Betrugsdelikte, Sachbeschädigungen (Vandalismus) und Körperverletzungen.

• Präventionsmaßnahmen, insbesondere konzentriert auf die Eigentumskriminalität (verhaltens- bzw. technisch orientiert).

Wie bisher: Bearbeitung der gewonnenen Erkenntnisse aus der Kriminal- und der Anfallsstatistik, insbesondere durch Auswertung und Analyse; verstärkte, nachhaltige Streifentätigkeit, Kontrollen, gezielte, auf mögliche Tatbegehungszeiten, Tatobjekte und Tatorte sowie erkennbare Täterstrukturen angepasste regionale und überregionale Maßnahmen sowie Schwerpunktaktionen und Ausgleichsmaßnahmen, nachhaltige Tatortarbeit und Präventionsmaßnahmen. –
Es bilden Steiermarkweit allgemein bei Diebstahl durch Einbruch (bekannte Täter) derzeit die Altersgruppe der 25 bis unter 40 jährigen vor den 14 bis unter 18 jährigen Tatverdächtigen – in dieser Reihenfolge – wie im 1. Vorjahresquartal die größten Tätergruppe; beim Diebstahl allgemein folgen die 14 bis unter 18 jährigen Täter den Gruppen der über 40 jährigen und 25 bis unter 40 jährigen Tatverdächtigen – andere Altersgruppen liegen zahlenmäßig dahinter. Bei den Sachbeschädigungen bilden bisher auch 2011 ebenfalls die 14 bis unter 18 jährigen Tatverdächtigen deutlich die größte Gruppe.

- Dieses Täter bezogene Erscheinungsbild zeigt sich im 1. Quartal 2011, wird mit dem entsprechenden Jahresbild 2010 verglichen und bietet Ansätze für die vor angeführten Maßnahmen und Kriminalitätsbekämpfungsstrategien.

Bei den Eigentumsdelikten liegen im 1. Quartal 2011 zahlenmäßig die höchsten Zuwachsraten ua bei den Taschen-/ Trickdiebstählen (in öffentl. Verkehtrsmitteln u. in Geschäften) Diebstähle von Metall; auch die Betrugsdelikte (Betrug durch Missbrauch des Internets, Waren-Lieferbetrug, Betrug mit/durch Kreditkarten) haben zugenommen; die Diebstähle von Wintersportgeräten und Einbruchsdiebstähle in Gaststätten und Beherbergungsbetriebe wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger. - Bei den strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen wirkt sich auch die Steigerung bei der Aufklärung in der Landeshauptstadt Graz merkbar aus.
Die Rückgänge bei den Diebstählen durch Einbruch und die Steigerung bei der Aufklärung (allgemein gesehen) sprechen für die Wirkung der gesetzten Maßnahmen.

In Graz haben - auch allgemein gesehen - die aufgeklärten Fälle eine deutliche Steigerung erfahren. Erfreulicherweise liegt die allgemeine Aufklärungsquote in Graz bei 43,6 Prozent. Das ist um 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit und der polizeiliche Informationsaustausch mit Slowenien funktionieren auf regionaler und überregionaler Ebene gut. Die konstruktive Kooperation wird weiterhin fortgesetzt. Lobend und anerkennend ist das Mitwirken österreichischer Polizisten am slowenisch - kroatischen Grenzübergang Gruskovje zu erwähnen. Sie haben dort gute Arbeitsleistungen erbracht.

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