Verkehrspolizei startet Offensive

Empfehlung Verkehrspolizei startet Offensive
Verkehrspolizei startet großangelegte Offensive. Nicht jeder wird damit seine Freude haben aber sich an Verkehrsregeln zu halten und dadurch Menschenleben zu schützen, sollte für alle Verkehrsteilnehmer oberste Priorität haben.

Die steirische Polizei hat sich in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Verkehrsüberwachung enorm entwickelt und die Anzahl der jährlichen Kontrollen und Beanstandungen - gesehen in Relation zur Bevölkerungszahl - stellen im Vergleich der europäischen Länder Spitzenwerte dar. In der öffentlichen Meinung wird aber immer wieder der Vorwurf der "Abzocke" erhoben, weil der Zusammenhang zwischen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen und Verkehrssicherheit nicht erkannt oder falsch eingeschätzt wird. Die Polizei hat es sich daher zur Aufgabe gesetzt, nach Verkehrsanhaltungen in einem "verkehrsdidaktischen Gespräch" den Lenker oder die Lenkerin zu informieren und von der Wichtigkeit der Einhaltung der Verkehrsvorschriften zu überzeugen. Dabei soll auch verdeutlicht werden, dass die verhängten Sanktionen (Organstrafverfügung oder Anzeige) nicht Selbstzweck sondern lediglich Mittel zum Zweck, nämlich der einer nachhaltigen Verhaltensänderung des Verkehrsteilnehmers, sind.

Zu diesem Zweck soll noch in diesem Jahr ein Maßnahmenpaket gestartet werden, das vorläufig bis 2014 Gültigkeit haben wird. Laut Verkehrsabteilung konnte in den vergangenen sieben Jahren zwar eine Senkung um 50% bei den Unfalltoten-Zahlen erreicht werden, dennoch würden viele Autofahrer die Auswirkungen überhöhter Geschwindigkeit unterschätzen. Im Ortsgebiet werden daher in den kommenden Monaten Polizeistreifen mit Laptops unterwegs sein und im Zuge von Schwerpunktkontrollen, den KFZ-Lenkern, im Zuge einer Simulation die Folgen von überhöhter Geschwindigkeit vor Augen führen. Die Verkehrsteilnehmer testen am Simulator selbst ihre Reaktion und können feststellen, was im Fall plötzlich auftretender Hindernisse bei z. B. 60 statt 50 km/h passiert. Oberst Wolfgang Staudacher, der am Donnerstag in Graz diese Software aus Köln präsentierte, erhofft sich von dieser Vorgangsweise eine bewusstseinsbildende Wirkung. Zwischen 2011 und 2014 soll – zumindest theoretisch – mit jedem/r Lenker/in eines in der Steiermark zugelassenen PKW im Rahmen einer Verkehrskontrolle auch ein Alkotest durchgeführt werden. Insgesamt wären dies mindestens 665.000 Anhaltungen mit Alkotests.

Dass die Polizei auch noch anderweitig tätig ist und an die Zukunft denkt, zeigen die baulichen Aktivitäten rund um den Digitalfunk:


Der Beginn des Standortaufbaus im Bezirk Liezen und die Baufertigstellung der Standorte in den Bezirken Liezen, Bruck an der Mur, Mürzzuschlag und Hartberg ist im Jahr 2011 geplant. In Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, das beim Aufbau der Standorte federführend ist, werden 2011 alle für diese angeführten Bezirke geplanten 100 Standorte aufgebaut und an das BMI-Netz angebunden. Die baulichen Maßnahmen umfassen die Einmietung in bestehenden Gebäuden, den Aufbau von Containeranlagen, die Errichtung von Masten und Antennenanlagen sowie Leitungsgrabungsarbeiten.


Die 2011 geplante Fertigstellung für den Bezirk Liezen ist für die Polizei wegen der WM-Generalprobe 2012 notwendig, um einsatztaktisch für die WM 2013 in Schladming gerüstet zu sein. Auch die Zusammenarbeit mit der Landeswarnzentrale, mit der Katastrophenschutzabteilung des Landes sowie mit Rettung und Feuerwehr wird durch diese neue Kommunikationsschiene wesentlich erleichtert.

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