Große Abschnittsübung in Gstatterboden
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Im Rahmen des Abschnittstages 2026 fand in der Gesäuse Lodge in Gstatterboden eine groß angelegte Abschnittsübung statt. Übungsannahme war eine starke Rauchentwicklung im Gebäude, wobei rund 30 Kinder als vermisst galten und aus dem Objekt gerettet werden mussten.
Bereits zu Beginn des Abschnittstages standen beim Rüsthaus Weng eine Exerzierübung sowie eine 1:8-Schauübung auf dem Programm. Unter den anwesenden Ehrengästen befanden sich Bürgermeister Christian Haider, Gemeindekassier Markus Wöhry, ABI Roland Rohrer sowie zahlreiche Delegierte.
Im Anschluss informierte Einsatzleiter OBI Martin Steiner die anwesenden Delegierten über den bevorstehenden Übungsablauf, bevor diese nach Gstatterboden verlegten.
Ausgangspunkt der Übung war eine durch die hausinterne Brandmeldeanlage erkannte Rauchentwicklung in der Gesäuse Lodge. Betreiber Thomas Nebl setzte daraufhin den Notruf ab, woraufhin die Feuerwehren Weng und Hieflau durch die Leitstelle „Florian Liezen“ alarmiert wurden.
Aufgrund der langen Anfahrtswege sowie neuer Erkenntnisse über mehrere vermisste Personen wurde bereits während der Anfahrt Abschnittsalarm ausgelöst. Zusätzlich wurde die Drehleiter Liezen nachalarmiert.
Die zuerst eintreffende Feuerwehr Hieflau begann unmittelbar nach dem Eintreffen mit der Lageerkundung sowie der Menschenrettung unter schwerem Atemschutz. Parallel dazu stellte die Feuerwehr Weng mit dem HLF1 einen Atemschutz-Rettungstrupp bereit und betreute die bereits geretteten Kinder.
Nach dem Eintreffen der Feuerwehr Hall wurde ein Rettungsschlauch vom zweiten Obergeschoss errichtet, über den mehrere Kinder sicher aus dem verrauchten Gebäude gebracht werden konnten. Weitere Personen wurden mithilfe der Drehleiter Liezen über Balkone gerettet.
Zeitgleich sorgten die Feuerwehren Admont und Johnsbach mit Tragkraftspritzen und einer aufgebauten Zubringleitung vom Rohrbach für die Löschwasserversorgung des Übungsobjektes.
Insgesamt konnten 27 Kinder erfolgreich aus dem Gebäude gerettet und durch die Feuerwehrsanitäter versorgt werden.
An der Übung nahmen insgesamt 97 Kameradinnen und Kameraden aus acht Feuerwehren teil.
Die abschließende Nachbesprechung fand im Nationalpark-Pavillon statt. Bürgermeister Christian Haider, ABI Roland Rohrer sowie Nationalparkdirektor DI Herbert Wölger dankten den Einsatzkräften für die professionelle Durchführung der Übung. Auch seitens der Delegierten wurde der Übungsverlauf ausdrücklich gelobt; lediglich kleinere Verbesserungsvorschläge wurden eingebracht.
Eingesetzte Kräfte
HLF1-LB und MTFA Weng
RLFA Hieflau (BFV Leoben)
LKWA und MZF Admont
HLF 2 und TS Johnsbach
RLFA und MZFA Hall
RLFA Frauenberg
LF Ardning
DLK Liezen
AFÜST 01 (Abschnittsführungsstab)



