14 neue Notfallsanitäter stärken die Versorgung
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Altenmarkt-Großreifling: Große Freude an der Rot-Kreuz-Ortsstelle Altenmarkt/Großreifling: Gleich zweimal konnte dort in den vergangenen Wochen die „weiße Fahne“ gehisst werden – das sichtbare Zeichen dafür, dass alle Teilnehmerinnen ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden haben. Insgesamt 14 neue Notfallsanitäterinnen schlossen damit ein österreichweit einzigartiges Ausbildungsprojekt erfolgreich ab.
Bereits im Sommer 2025 startete in der Region eine innovative Bildungspartnerschaft zwischen dem Roten Kreuz Steiermark und der Med Uni Graz. Ziel des Projekts war es, die Ausbildung von Notfallsanitäterinnen gezielt an die besonderen Anforderungen des ländlich-alpinen Raums anzupassen. Die Teilnehmerinnen absolvierten dafür einen 160-stündigen Theorieteil, 280 Praxisstunden sowie ein 40-stündiges Krankenhauspraktikum.
Im Mittelpunkt der Ausbildung standen insbesondere jene Herausforderungen, die den Rettungs- und Notarztdienst in Regionen wie der Steirischen Eisenstraße prägen: lange Anfahrts- und Transportwege, die Versorgung von Patient*innen in kleinen Teams sowie die medizinische Betreuung fernab großer Ballungszentren. Genau diese Bedingungen lassen sich in urbanen Ausbildungszentren oft nur schwer realitätsnah vermitteln.
Für Mario Lindner, 1. stellvertretender Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes im Bezirk Liezen, ist der erfolgreiche Abschluss ein starkes Signal für die gesamte Region:
„Die Notfallversorgung in der Steirischen Eisenstraße ist seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Mit diesem Vorzeigeprojekt haben wir gezeigt, dass regionale Herausforderungen auch regional gelöst werden können – mit hoher fachlicher Kompetenz, Innovationsgeist und großem Engagement. Ich gratuliere allen Absolvent*innen von Herzen zu diesem großartigen Erfolg.“
Die neuen Notfallsanitäter*innen im Alter zwischen 23 und 45 Jahren hätten während der gesamten Ausbildungszeit außerordentlichen Einsatz und Motivation gezeigt, betont Lindner. Sein besonderer Dank gilt neben den Verantwortlichen des Roten Kreuzes Steiermark und der Med Uni Graz auch den zahlreichen Menschen aus der Region, die in den vergangenen neun Monaten an Organisation, Unterricht und praktischer Ausbildung mitgewirkt haben.
„Mit unseren 14 neuen Notfallsanitäter*innen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlich-alpinen Raum“, so Lindner abschließend.



