Benediktinerstift lädt zu Fachtagung

Benediktinerstift lädt zu Fachtagung Foto: Sattler
Der Gründer des Benediktinerstiftes Admont, Erzbischof Gebhard von Salzburg, steht im Zentrum der wissenschaftlichen Fachtagung, die von 14. bis 15. Juni in der obersteirischen Abtei stattfindet.

Eingeladen sind alle Interessierten bei freiem Eintritt.

1074 gegründet feiert die obersteirische Benediktinerabtei Admont in diesem Jahr ihr 950-jähriges Bestehen. Der Gründer des Stiftes ist Erzbischof Gebhard von Salzburg, der im Auftrag der Heiligen Hemma von Gurk ein Kloster erbauen ließ. Als Ort für die Errichtung wählte er Admont. Eine strategische Entscheidung, wie Stift Admonts Prior, Pater Maximilian Schiefermüller, weiß: „Admont war Teil der Diözese Salzburg. Es existierte bereits eine Pfarre und ganz in der Nähe, in Hall, wurde Salz abgebaut.

Damals eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Gründung von Städten und Klöstern.“ Auch die letzte Ruhestätte von Erzbischof Gebhard befindet sich in Admont. „Aus den Quellen geht hervor, dass die sterblichen Überreste des Klostergründers dem Grab entnommen und im Hochaltar der Stiftskirche beigesetzt wurden“, so Prior Schiefermüller, „doch wollten wir Gewissheit haben, ob sich dies tatsächlich so verhält.“ Daher hat die Admonter Klostergemeinschaft den Sarkophag dem Hochaltar entnommen.

Anschließend wurde dieser im Beisein der Mönche und einer Restauratorin geöffnet. Was zu Tage trat war ein vollständig erhaltenes Skelett, das von der Grazer Anthropologin Silvia Renhart zusammengesetzt wurde. „Um feststellen zu können, ob es sich tatsächlich um die Gebeine von Erzbischof Gebhard handelt, wurde das Skelett medizinisch und anthropologisch untersucht“, informiert Admonts Prior. Das Ergebnis der Proben spricht eine eindeutige Sprache: Das Skelett entspricht einem Mann aus dem 11. Jahrhundert, der ein Lebensalter von rund 75 Jahren erreicht hatte, eine Seltenheit für damalige Verhältnisse. Somit „deutet alles darauf hin, dass es sich tatsächlich um Erzbischof Gebhard handelt, der hier in Admont ruht“, zeigt sich Prior Schiefermüller erfreut.

Renommierte Fachleute sprechen in Admont
Das Ergebnis der Untersuchungen war auch Anlass gebend für eine Gesichtsrekonstruktion. Damit „hatten wir erstmals ein konkretes Bild von unserem Klostergründer vor Augen“, so der Prior. Seit der Eröffnung der diesjährigen Sonderausstellung zum 950-jährigen Jubiläum des Klosters ist ein Abbild von Erzbischof Gebhard in voller Lebensgröße im Stiftsmuseum zu sehen. Als eines der zahlreichen Highlights im heurigen Jubiläumsjahr findet von 14. bis 15. Juni eine wissenschaftliche Fachtagung über Erzbischof Gebhard von Salzburg im Benediktinerstift Admont statt. „Durch die wissenschaftlichen Untersuchungen haben wir die Person und die Zeit, in der Erzbischof Gebhard lebte, sowie die Klostergründung neu aufgerollt“, sagt Prior Schiefermüller. Zur Fachtagung sind zahlreiche renommierte Historikerinnen und Historiker aus Österreich und Europa eingeladen. Das Publikum erwartet ein hochkarätiges Programm, das spannende Vorträge über die Zeit von Erzbischof Gebhard, sein Wirken, die Graböffnung, die Gesichtsrekonstruktion sowie die Klostergründung umfasst. Zur wissenschaftlichen Fachtagung eingeladen sind alle Interessierten und das bei freiem Eintritt. Die Anmeldung läuft bis 7. Juni unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wann: Freitag, 14. Juni 2024 von 14 bis 18 Uhr.
Samstag, 15. Juni 2024 von 9 bis 18 Uhr.

Wo: Kleiner Festsaal, Stift Admont.

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldeschluss: 7. Juni 2024

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