Berührende Lesung von Waltraud Barth

„Meine Seele hat nur ein Verlangen glücklich zu sein.“ Unter diesem Motto ging Waltraud Barth auf Wanderschaft und fand im berühmten Jakobsweg ihren inneren Frieden. Nach fünf Wochen und 964! Kilometern Fußmarsch, durch die Pyrenäen und der brütenden spanischen Juli-Hitze, erfüllte sich in Santiago de Compostela ihr größter Wunsch. Sie fand zu sich selbst und zu Gott. Am 25. November erzählte sie ihre Erlebnisse in einer humorvoll, berührenden Freilesung im alten Kino Liezen.   BLO24 traf die angehende Autorin, Kabarettistin und Ernährungsberaterin zu einem netten Plausch, in der Pause ihrer Freilesung.  

Wie kamst du auf die Idee, zu dieser Wanderung.

Es war eine eher spontane Eingabe, die ich während eines Aufenthalts in der Psychosomatik Klinik Bad Aussee hatte. Ich wollte diesen Jakobsweg unbedingt gehen, für mich gehen und dabei in mich gehen. Dank der großartigen Unterstützung, durch meine Familie und viele Freunde, startete ich Ende Juni 2010 in dieses Abenteuer.

 

War es schwieriger als du geglaubt hast?

Oh ja. Aber ich habe dabei zum Glauben gefunden und bin auf beiden Beinen am Ziel angekommen. Ich bin nicht wie manch anderer, gewisse Etappen mit dem Auto mitgefahren, sondern alles zu Fuß gewandert. Ich hab dabei sogar noch Umwege gemacht (lacht), um länger wandern zu können. Blödsinn, ich hatte keine Karte und bin dadurch manchmal vom rechten Weg abgekommen. Aber mit Hilfe von „Oben“ habe ich schlussendlich meinen Weg gefunden.

 

Du bist ja Ernährungsberaterin, bleibst du dabei oder zieht es dich nun auf die Bühne. Werden weitere Vorstellungen folgen?

(schmunzelt) Sollte es Anfragen diesbezüglich geben, würde es mich natürlich freuen und ich würde es auf alle Fälle machen. Meinen Job, als Ernährungsberaterin, werde ich in der Zwischenzeit noch ausüben. Mein Hauptaugenmerk liegt allerdings zurzeit auf meinem Kabarettprogramm, mit dem ich im Jänner 2011 in diesem Saal zu sehen bin.

 

Du willst also zum Kabarettstar werden.

(lacht) Ja, wäre schön, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, ein zweiter Jakobsweg sozusagen. Aber ich bereite mich derzeit intensiv vor, um mit meinem neuen Programm: Stella, mein Publikum zu erfreuen.

 

Der erste Teil deines Programms ist ja auf der humorvollen Seite angesiedelt. Du übst darin intensive Selbstkritik. Hat das einen bestimmten Grund?

Es passt zu mir. Ich bin einfach losgelatscht und habe anschließend bemerkt, man sollte sich auf so eine Wanderung gut vorbereiten. Was ich alles in meinem Rucksack hatte, da wäre ein Sherpa von Nöten gewesen, um das zu tragen. Für zwölf Tage fand ich auch einen, der mir meine vier paar Schuhe geschleppt hat. (lacht) Doch ich finde, es gehört zu dem Prozess des sich loslösen, von seinen Vorstellungen, was im Leben wichtig und was entbehrlich ist. Ich habe es in meinen fünf Wochen gelernt.

 

Waltraud, du hast ja ein Buch über deine Pilgerreise geschrieben. Wie bist du dazu gekommen und wann wird es erscheinen.

Ja, ich habe Tagebuch geführt und mir meine kleinen und großen Erlebnisse notiert. Ich habe mir meine Gedanken von der Seele geschrieben. Das Buch wird voraussichtlich im März 2011 im Buchhandel aufliegen. (BLO24 wird darüber berichten).

 

Bist du sehr enttäuscht, dass nicht mehr Besuche gekommen sind?

(blickt nachsichtig) Natürlich hätte ich mir mehr Besucher erhofft, aber ich sage dir ganz ehrlich: Ich bin nicht enttäuscht. Ich bin glücklich heute hier stehen zu dürfen, um denen die gekommen sind, meine Geschichte zu erzählen. Ich hätte mein Programm auch vor zwei Besuchern vorgetragen. (aus ihren Augen sprach die Wahrheit ... Anmerkung von BLO24).

 

Vielen herzlichen Dank für dieses Interview, Waltraud. BLO24 wünscht dir auf deinem weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und auch viel Erfolg mit Stella. Wir werden darüber berichten.

Ich danke euch und freue mich, dass ihr gekommen seid. Der zweite Teil meines Jakobsweges wird jetzt etwas tiefgründiger, spiritueller, so viel kann ich schon verraten.

 

Ein zierliches Persönchen, mit enormer Power und Ausstrahlung, denke ich, während Waltraud zu ihrem Platz vor der großen Kinoleinwand geht, um den zweiten Teil ihres Jakobwegs zu gehen. Sie geht in nochmals, in sich gekehrt, jedoch vor den Augen des Publikums. Wie es ihr bei ihrer Ankunft in Santiago de Compostela erging und was sie auf ihrer Reise alles erlebt hat? Diejenigen, die an diesem Abend anwesend waren wissen es. Diejenigen, die diese großartige Vorstellung verpasst haben, können es in ihrem Buch, das voraussichtlich im März 2011 erscheinen wird, nachlesen. Sollten Sie aber irgendwo eine Ankündigung lesen: „Meine Seele hat nur ein Verlangen glücklich zu sein“, gehen sie hin, es lohnt sich. Waltraud Barth hat es sich verdient.

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