Bauernsilvester oder Scheiß-Tag

Empfehlung Bauernsilvester oder Scheiß-Tag
Langsam füllt sich das Liezener Szenelokal. Es ist der 30. 12. 2010 kurz vor 22 Uhr Ortszeit. Das Kino-Cafe hat ja schon vieles erlebt, aber das? Herr T. blickt verliebt auf die improvisierte Bühne im Eingangsbereich.

Er ist nicht der Einzige der große Augen bekommt, als das blonde Energiebündel „Eileen“ stimmgewaltig loslegt.  Aber Herr T. ist technikverliebt und hat mehr die Bose-Anlage im Auge.  Der blonde Wirbelwind „Eileen“ ist nicht nur eine Augenweide, sie hat´s wirklich drauf. Mit ihrem Arbeitsgerät – der Gitarre – auf „Du“, spannt sie einen musikalischen Bogen von Country über Blues bis zum guten alten Rock. Olga Kastner, ihre Mitarbeiter und das Publikum sind hingerissen. Wie in Liezen üblich, beginnen einige Besucher schüchtern zu klatschen und von „Eileen“ motiviert, sogar zu mitzusingen, fantastisch kann man da nur sagen. Aber na ja, es ist ja Bauernsilvester und der gehört schließlich gebührend gefeiert. Auf „Eileens“ Frage: „Was ist eigentlich ein Bauernsilvester?“ herrscht fragendes Schweigen. Manche denken sich wohl: ist doch egal. Hauptsache du singst weiter, schöne Frau. Und das macht sie schließlich auch.

 

Doch wir von BLO24.at sind ihrer Frage nachgegangen und fanden verschiedene Erklärungen zu diesem mysteriösen Feiertag.

 

Auf die Walz:

Der Brauch, das Jahr einen Tag vor dem 31. Dezember ausklingen zu lassen, geht auf längst vergangene Zeiten zurück. Laut Überlieferung ist der Bauernsilvester früher von den Knechten und Mägden gefeiert worden. Nach den Feiern gingen sie auf die Walz. Knecht und Magd suchten sich danach bis Mariä Lichtmess am 2. Februar einen neuen Posten auf einem anderen Hof.

Quellenangabe: Diese Erläuterung stammt von der Webseite Coffee-Talk&Landgeflüster

 

Das bärtige Männchen:

Es wird erzählt, dass einst ein Bauer aus Strallegg auf dem Rückweg von einem Gang nach Graz in ein Schneetreiben geriet und vom Weg abkam. Hierauf soll er ein kleines bärtiges Männchen getroffen haben, welches froh war, endlich nicht mehr allein zu sein. So wollte es den Bauern auch nicht weiterziehen lassen, sondern verlangte, dass er wenigstens Silvester mit dem Waldmännchen verbringen sollte. Der schlaue Bauer behauptete aber bereits am nächsten Tag, dem 30. Dezember, es sei Silvester, und konnte so am 31. Dezember, dem tatsächlichen Jahreswechsel, wieder mit seiner Familie feiern.

Quellenangabe: Die Geschichte wurde auf der Gemeindeseite von Mürzzuschlag gefunden.

 

Aber die beste Geschichte, wurde uns im Laufe dieser Veranstaltung von einem Herrn, mit dem klingenden Namen „Duz“ erzählt.

Bauernsilvester oder auch Scheiß-Tag:

Laut Überlieferung sollen in früheren Jahren die Bauern ihren Mägden und Knechten vorgerechnet haben, wieviel Zeit das Jahr über, sie am stillen Örtchen verbringen. Und da manche Bauern sehr geizig waren, wurde dem arbeitenden Volk der eigentliche Silvestertag gestrichten. Scheiße, dachten sich die Mägde und Knechte und feierten deshalb den Jahresausklang einen Tag früher, also am 30. 12.

 

Welche Erklärung auch immer. Der Besuch im Kino-Cafe, um mit der großartigen „Eileen“ einen Bauernsilvester zu feiern.

 

Guten Rutsch ins Jahr 2011 – ob Bauer oder nicht!

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