ÖHA – da steppt der Bär und das Baby
Karten für einen der Narrenabende zu ergattern.
Schon dabei gibt es Traditionen die anderswo eine Empfehlung zum Besuch eines Arztes zur Folge hätten.
Nämlich dann, wenn sich ganze Gruppen von Personen vor dem „Kartenbüro“ anstellen und sich im wahrsten Sinne des Wortes „vor Ort die Nacht um die Ohren hauen.“ Und Insider berichten von extrem hohem Spaßfaktor.
Die Veranstaltung selber ist dann nach wie vor ein absolutes Faschings-Highlight in der Bezirkshauptstadt. Was die Faschingsgilde zu Liezen über einen Zeitraum von über vier Stunden hier immer wieder auf die Beine stellt, ist wahrlich sehenswert und die Zeit vergeht wie im Flug.
Viele Bilder vom Narrenabend 2016
Es juckt in den Fingern, von irgendwelchen besonderen Schmankerln zu schreiben, aber es ist fast unmöglich, weil alle Beteiligten wieder einmal zur absoluten Höchstform auflaufen.
Außerdem wäre es jenen Besuchern gegenüber unfair, die den Besuch des Narrenabends am kommenden Wochenende noch vor sich haben und dadurch um so manche köstliche Überraschung gebracht würden.
Also, ohne indiskret zu sein, kann man auf jeden Fall berichten, dass die Garde geschmeidig tanzt, die „Putzis“ als Einheizer perfekt funktionieren, der liebe Gott mit seinem Hirten Zwiesprache hält, sogar das Gasthaus Lasser noch einmal Auferstehung feiert, die Jugend von heute ziemlich vorlaut ist, die Gummibärli im Candyland tanzen und die „Kuhelehä“ rocken dass die Socken qualmen, Einige „ganz schön erledigt“ sind oder „Zeichen in der Nacht“ zu verworrenen Situationen führen.
Eine andere Gruppe gibt Erklärungen über ihre Jobs abseits der Bühne ab, die ohne tolles Timing absolut ins Auge gehen würden aber in der vorgetragenen Form Tränen der Heiterkeit in die Augen des Publikums treiben, während „Waltraud und Mariedl“ ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, nämlich tratschen.
Auch ins Land der Sagen gelangt man und die „ÖHAS“ decken Hoppalas von Liezener Bürgern musikalisch schonungslos auf, während die Babs eine Erklärung findet warum Beinkleidungsstücke Geräusche erzeugen können. Und wenn eine elegant in schwarz gekleidete Damengruppe tänzerisch von einem jungen Mann „besucht“ wird, nennt sich das „Show me how to burlesque“ und schaut toll aus.
„Von jedem etwas“ wird noch geboten und dabei wird bis an die Grenzen der körperlichen Möglichkeiten getanzt – zumindest von einigen Akteuren.
Ja – und zwischendurch gibt es locker servierte Hits und Evergreens von den souverän aufspielenden „Vagabunden“, Köstlichkeiten in flüssiger und fester Form vom Team des Liezener Hof und an der Bar im Foyer und im Ersten Stock betreut sie die Faschingsgilde.
Der alte Spruch „Schauen sie sich das an“ hat jedenfalls absolute Gültigkeit für das gesamte Programm.
Ihrer Zeit voraus ist die Weisung über ein absolutes Rauchverbot – auch in der Sektbar im Ersten Stock – was den Damen in der Garderobe eine Zusatzschicht beschert, weil man sich bei minus 10 Grad in Abendkleidung VOR dem Kulturhaus sonst den Tod holen würde.
Otto S.



