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Liezen

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Es bewegt sich was in Stauhausen

Es bewegt sich was in Stauhausen Foto: Google
Die Thematik: B320 Liezener Bürger und Autofahrer aus vielen Ländern wollen eine Umfahrung!


Seit vielen Jahren wird von der Landespolitik, der Wirtschaft und dem Gemeinderat nach einer – für alle Beteiligten – passenden Lösung für das staugeplagte Liezen geforscht. Und das „für Alle passend“ ist ja bekanntlich das größte Problem, bei so einem riesigen Projekt, das in etwa 36 Millionen Euro kosten wird. Die Angst vor Kaufkraftverlust stand dabei immer ganz oben auf der Liste der Umfahrungsgegner. Nun gibt es eine umfangreiche Studie, die besagt, dass der Umsatz in Liezens Geschäften nur marginale Einbußen von etwa 3,8 Prozent zu befürchten hätte, würde man Liezen umfahren. In erster Linie wären davon die Tankstellen und Fast-Food-Restaurants betroffen.

Eine groß angelegte Reportage der „Krone“, über die gefährlichste Straße Österreichs, die B320 Ennstalbundesstraße, und der stark zunehmende Durchzugsverkehr durch das Ortsgebiet der Bezirkshauptstadt, schrie förmlich nach einer Gesamtlösung für das ampelgeregelte Nadelöhr Liezen.
Nun scheint es Bewegung in der „Causa Ortsumfahrung“ im Liezener Gemeinderat zu geben. So wollen Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner und alle Fraktionen über Weihnachten die „Auswirkungsanalyse Umfahrung Liezen“ der Firma CIMA studieren, und wenn alles glattgeht, könnte man schon im Februar einen Beschluss zur Umfahrung Liezen fassen.

Dann könnte das Land Steiermark unter dem zuständigen Verkehrslandesrat Anton Lang, natürlich unter ständiger Einbindung der Gemeinde Liezen, in die Planungsphase gehen. Sollte alles nach Plan laufen, könnte diese Planungsphase 2019 abgeschlossen werden. Einfach wird dieses Ansinnen nicht und die Planer werden bei der Routenführung einiges zu beachten haben. Das Liezener Naherholungsgebiet, also Ennsradweg, Reitstall, Hundeabrichteplatz und die Kleingartensiedlung im Süden von Liezen, sowie der Hochwasserschutz sind einige Aspekte, die eine Verkehrslösung verkomplizieren werden. Und dann wäre da die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Probleme mit einer Unterflurtrasse zu bewältigen. Damit nicht in ein paar Jahrzenten wieder eine Umfahrung für die Umfahrung gebaut werden muss.

Weil lustiges Detail am Rande: Liezen würde mit diesem Projekt bereits seine zweite Umfahrung bekommen. Die Erste aus den Sechzigern ist ja mittlerweile von Geschäften zugebaut und somit zur Problemstraße geworden.

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