Weltfrauentag ist auch Auftrag an Männer

Weltfrauentag ist auch Auftrag an Männer Foto: SPÖ
Lindner: SP-Gleichbehandlungssprecher unterstreicht Forderungen nach „Mut zur Quote“ und Frauentag als Feiertag

Liezen/Wien: Der Weltfrauentag am 8. März müsse gerade in Zeiten wie diesen auch ein Auftrag für Männer im ganzen Land sein, betont der Liezner SPÖ-Abgeordnete Mario Lindner. „Wir sind mit einer Bundesregierung konfrontiert, die der Gleichberechtigung in unserem Land auf allen Ebenen den Kampf angesagt hat. Gerade deshalb muss klar sein: Der Frauentag geht nicht nur Frauen an, sondern uns alle“, so Lindner, der auch Gleichstellungssprecher der SPÖ im Nationalrat ist, „Gerade als Männer müssen wir stolz darauf sein, uns für volle, umfassende Gleichberechtigung einzusetzen. Eine gleichberechtigte Gesellschaft ist am Ende des Tages besser für ALLE von uns!“

Wie die Vision einer gleichberechtigten Zukunft aussehen kann, hat für Lindner das Frauenvolksbegehren gezeigt, das gerade im Parlament diskutiert wird. Nachdem knapp eine halbe Million ÖsterreicherInnen die Forderungen des Volksbegehrens unterstützt hat, zeige die schwarz-blaue Regierung, was sie von ernstgemeinter Gleichstellung halte – nämlich gar nichts. „Egal ob beim unfairen Familien-‚Bonus’, beim Kampf gegen Gewalt oder bei der Frage von gleicher Repräsentation: Schwarz-Blau hat kein Interesse an ernsthaften Lösungen.

Genau deshalb braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die diesen Kampf fortführt“, betont Lindner. Insbesondere die Forderung nach mehr „Mut zur Quote“ unterstützt der SP-Gleichbehandlungssprecher: „Die Forderung, dass wirkliche alle, unabhängig vom Geschlecht, einen Sitz am Tisch haben, müsste das logischste der Welt sein. Sowohl die Entscheidungsstrukturen in der Wirtschaft, als auch zumindest in der Politik sollten unsere Gesellschaft so abbilden, wie sie ist.“ Wie schon im Gleichbehandlungsausschuss der Nationalrats vergangene Woche betont Lindner: „Es kann nicht sein, dass es in Österreich mehr Bürgermeister mit dem Vornamen ‚Josef’ gibt, als Frauen in diesem Amt. Man muss die Augen wirklich sehr fest zudrücken, um nicht zu erkennen, dass da etwas falsch läuft!“

In diesem Zusammenhang unterstreicht Lindner auch eine Forderung, die im Zuge einer Festsitzung im Parlament am Montag aufgeworfen wurde: Der Weltfrauentag als Feiertag. „Berlin hat den 8. März gerade zum Feiertag gemacht, warum machen wir das nicht auch in Österreich? Wenn die Regierung allen ArbeitnehmerInnen mit dem Karfreitag schon einen Feiertag streicht, wäre es doch ein gutes Zeichen, den Weltfrauentag zum freien Tag für ALLE zu machen“, so Lindner abschließend, „Wie Johanna Dohnal schon sagte: Unsere Vision ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“

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