Brandnacht sorgt für Unverständnis

Brandnacht sorgt für Unverständnis Fotocredit: "BFV Liezen / Hollinger"
Bezirk Liezen: In der Nacht von Karfreitag auf Karsamstag wurden insgesamt sieben Feuerwehren des Bezirkes zu Brandeinsätzen gerufen,

vorwiegend handelte es sich bei den Bränden um nicht angemeldete Brauchtumsfeuer, was für Unverständnis beim Bereichsfeuerwehrkommando sorgt.

Die "Brandserie" begann im Abschnitt Paltental; um 21 Uhr rückte die FF Gaishorn Richtung alten Müllplatz aus, wo ein Brand gesichtet wurde, die eintreffende Mannschaft stellte jedoch nur ein Brauchtumsfeuer fest. Nur zehn Minuten später Alarm im Abschnitt Gröbming: die FF Mitterberg wurde zum Brand eines Haufens Abbruchmaterial gerufen. Zu diesem Zeitpunkt herrschten hohe Windgeschwindigkeiten und das Feuer befand sich in unmittelbarer Nähe zu einem Waldstück, die Florianijünger konnten aber unmittelbar nach Eintreffen melden, dass der Brand unter Kontrolle ist. Um 22:18 Uhr alarmierte die Bezirkswarnzentrale die FF Öblarn zu einen Flächenbrand beim Bahnübergang neben der Landesstraße (Osterfeuer). Vorsorglich wurde auch die ÖBB über das Brandereignis in Kenntnis gesetzt. Nach Eintreffen meldete die Einsatzleitung ein Osterfeuer.

Um 22:35 Uhr Alarmierung der FF Stein an der Enns, ein Brand in der Nähe der Sölkbachbrücke (L712) wurde angezeigt - es handelte sich ebenfalls um ein nicht angemeldetes Brauchtumsfeuer. Auch der Abschnitt Irdning blieb nicht verschont: kurz vor 23 Uhr meldete die Polizei ein Brandereignis im Ortsteil Fischern, die FF Aigen im Ennstal rückte aus und löschte einen Holzstapelbrand, der Einsatz für die 12 Mann dauerte bis 1 Uhr nachts (Fotos anbei). Eine halbe Stunde später rückte die FF Bärndorf zur Brandbekämpfung aus, eine Augenzeugin nahm einen unklaren Feuerschein von der Autobahn aus wahr und setzte einen Notruf ab. Wiederum handelte es sich um ein Brauchtumsfeuer. Die Brandnacht fand ihr Ende in den frühen Morgenstunden; die FF Michaelerberg löschte einen brennenden Haufen aus Hackgut in der Nähe des Bahnhofes ab; der Notruf wurde von einem Nachbarn abgesetzt.

Bei Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Dir. Heinz Hartl sorgt die Unvernunft der "Brandstifter" für Unverständnis: "Es ist höchst bedenklich, dass unsere Feuerwehren ihre Freizeit aufwenden und coronabedingt auch ihre Gesundheit riskieren müssen, nur weil Brauchtumsfeuer nicht wie verpflichtend bei der Behörde angemeldet werden. Wir helfen gerne, wo unsere Hilfe gebraucht wird - schnell und unbürokratisch. Dieses Vorgehen ist jedoch grob fahrlässig und rücksichtslos gegenüber unseren Frauen und Männern."

Der Oberbrandrat appelliert daher um mehr Vernunft und Sorgfalt diesbezüglich in der Zukunft.

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