Stundenlanger Nervenkrimi in Grundlsee
Grundlsee: Ein dramatischer Großeinsatz der Polizei hielt am Sonntagnachmittag, dem 25. Jänner 2026, Einsatzkräfte über mehrere Stunden in Atem. Ein 33-jähriger Mann hatte Suizidabsichten geäußert und sich mit einer Schusswaffe in einem Wohnhaus verschanzt.
Ausgelöst wurde der Einsatz durch den Notruf seiner 37-jährigen Lebensgefährtin, die die Polizei verständigte, nachdem der Mann angekündigt hatte, sich das Leben zu nehmen. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreifen hatte die Frau das Haus bereits verlassen, sodass für sie keine unmittelbare Gefahr mehr bestand.
Aufgrund des psychischen Ausnahmezustandes des Mannes sowie der möglichen Bewaffnung wurde umgehend ein umfangreiches Sicherheitskonzept aktiviert. Spezialkräfte der Verhandlungsgruppe Süd, der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) sowie das Einsatzkommando Cobra wurden hinzugezogen. Auch Rettungskräfte standen vorsorglich bereit.
Über mehrere Stunden hinweg versuchten speziell geschulte Polizeiverhandler, telefonisch Kontakt mit dem Mann aufzunehmen. Dieser zeigte sich zunächst unzugänglich und verweigerte eine Zusammenarbeit. Erst nach intensiven und geduldigen Gesprächen gelang gegen 19:30 Uhr der entscheidende Durchbruch: Der Mann legte schließlich die Schusswaffe ab und verließ das Gebäude freiwillig.
Der 33-Jährige konnte von den Einsatzkräften gesichert, die Waffe sichergestellt und eine unmittelbare Gefahr für ihn selbst sowie für andere Personen abgewendet werden. Insgesamt standen rund 30 Polizeikräfte sowie etwa 10 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes im Einsatz.
Der Mann wurde im Anschluss medizinisch betreut. Weitere Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls sind im Gange.



