Spitalsstruktur im Bezirk ab 1. April
Mit 1. April 2026 setzt die KAGes zentrale Maßnahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit Steiermark 2030 (RSG-St 2030) in der Versorgungsregion Liezen um. Ziel ist es, die regionale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken – durch klare medizinische Schwerpunkte, effizientere Abläufe und eine bessere Vernetzung der Standorte.
Klare Rollen für Bad Aussee und Rottenmann
Am Standort Bad Aussee wird künftig die Akutgeriatrie und Remobilisation gebündelt. Damit rückt insbesondere die spezialisierte Versorgung älterer Patientinnen und Patienten stärker in den Fokus – von der Akutbehandlung bis zur Wiederherstellung der Selbstständigkeit.
Parallel dazu wird am Standort Rottenmann ein neues Angebot etabliert: die Remobilisation und Nachsorge (RNS). Diese bildet eine zentrale Schnittstelle zwischen stationärer Akutversorgung und weiterführender Betreuung, etwa Rehabilitation oder ambulanter Versorgung. Ziel ist eine strukturierte, interdisziplinäre Weiterbetreuung nach einem Krankenhausaufenthalt.
Eine Besonderheit in Rottenmann: Die RNS wird mit einer Dialysemöglichkeit kombiniert – ein innovatives Angebot für Patientinnen und Patienten mit komplexem Behandlungsbedarf.
Ausbau der regionalen Versorgung
Gemeinsam mit der Klinik Diakonissen Schladming wird zudem schrittweise eine Abteilung für Orthopädie und Traumatologie aufgebaut. Der Ausbau erfolgt in drei Etappen:
- ab Juli 2026: tagesklinische Leistungen
- ab Ende 2026: wochenklinischer Betrieb
- ab Sommer 2027: Vollbetrieb
Versorgung bleibt gesichert
Für Patientinnen und Patienten in Bad Aussee bleibt die Akutversorgung weiterhin rund um die Uhr gewährleistet – über die internistische Ambulanz, die ambulante Erstversorgung (24/7) sowie durch die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Bad Ischl. Geplante Operationen werden künftig überwiegend in Rottenmann durchgeführt.
175 Betten im Spitalsverbund
Im Spitalsverbund Rottenmann–Bad Aussee stehen künftig insgesamt 175 Betten bzw. ambulante Betreuungsplätze zur Verfügung:
- 165 stationäre Betten (inkl. Tagesklinik)
- 10 ambulante Betreuungsplätze
Davon entfallen:
- auf Rottenmann: 145 stationäre Betten und 6 ambulante Plätze
- auf Bad Aussee: 20 stationäre Betten und 4 ambulante Plätze
Die Versorgung umfasst künftig die Fachbereiche Innere Medizin, Orthopädie und Traumatologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Remobilisation und Nachsorge, Radiologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Palliativ- und Hospizversorgung.
Langfristige bauliche Weiterentwicklung
Für den Standort Rottenmann liegt bereits ein umfassendes Entwicklungskonzept vor. Der Umbau startet 2026 und erfolgt schrittweise im laufenden Betrieb. Geplant sind sowohl die Sanierung bestehender Gebäude als auch ein Neubau („Haus 2“). Die gesamte Bauphase wird auf 12 bis 16 Jahre angelegt.



