Schwerer Verkehrsunfall auf der B320
Am Dienstagvormittag, dem 30. Juni 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Stainach um 10:55 Uhr gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Unterburg mittels Sirene und SMS zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B320 im Bereich der Umfahrung Stainach, Höhe Niederstuttern, alarmiert. Die Erstmeldung ließ Schlimmes vermuten: Eine Person sollte nach einem Verkehrsunfall im Fahrzeug eingeklemmt sein.
Eine Lenkerin war mit einem 9-Sitzer in Fahrtrichtung Liezen aus bislang unbekannter Ursache rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Kleinbus verfehlte dabei nur knapp mehrere massive Bäume sowie ein Brückengeländer, ehe er gegen den Böschungsgraben prallte und auf der Beifahrerseite zum Liegen kam.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich glücklicherweise heraus, dass die Fahrerin nicht im Fahrzeug eingeklemmt war. Sie war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr von couragierten Ersthelfern aus dem Unfallfahrzeug befreit worden. Unter ihnen befand sich zufällig auch ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Stainach, der hauptberuflich als Rettungssanitäter tätig ist und sofort professionelle Hilfe leisten konnte.
Nach der Erkundung wurde das auf der Seite liegende Fahrzeug mit dem STAB-FAST-Stabilisierungssystem gegen ein weiteres Verrutschen und Umkippen gesichert. Gleichzeitig stellten die Feuerwehrkräfte den Brandschutz sicher und führten das Batteriemanagement durch. Um die Fahrzeugbatterie erreichen zu können, musste die Motorhaube mithilfe des hydraulischen Rettungsgerätes geöffnet werden.
Parallel dazu unterstützten die Einsatzkräfte das Rettungs- und Notarztteam bei der medizinischen Versorgung der verletzten Lenkerin. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen wurden ein Sichtschutz sowie eine Beschattung errichtet, um die Patientin bis zum Abtransport bestmöglich zu versorgen. Anschließend wurde sie mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Im Zuge der sorgfältigen Kontrolle des Unfallfahrzeuges wurde sichergestellt, dass sich keine weiteren Personen im Kleinbus befanden. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen übernahm die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Unterburg gemeinsam mit einem Abschleppunternehmen die Bergung des Fahrzeuges sowie die abschließenden Aufräumarbeiten.
Nach rund eineinhalb Stunden konnte der Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Stainach beendet werden.
Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr Stainach mit dem RLFA 1000-200 und dem LKWA, die Freiwillige Feuerwehr Unterburg, das Rote Kreuz Gröbming mit einem Rettungswagen, der Notarzthubschrauber C14, die Polizei Stainach sowie ein Abschleppunternehmen.
Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Organisationen sowie den beherzt handelnden Ersthelfern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Der verletzten Lenkerin wünschen wir auf diesem Weg eine rasche und vollständige Genesung.



