Schwerer Busunfall auf der B138

Schwerer Busunfall auf der B138 © FF-Pyhrn
27 Schulkinder verletzt – Lenker in Pkw eingeklemmt

PYHRN. Dramatische Szenen auf der B138: Nach der Kollision eines Pkw mit einem Bus blieb das Auto seitlich liegen, der Lenker wurde schwer verletzt und massiv im Fahrzeug eingeklemmt.

Noch größer war das Ausmaß im beteiligten Bus: Dort befanden sich 27 Schulkinder, die unterschiedlich schwere Verletzungen aufwiesen. Mehrere Feuerwehren, das Rote Kreuz und die Polizei rückten zum Großeinsatz aus.

Während Einsatzkräfte die technische Rettung des eingeklemmten Pkw-Lenkers vorbereiteten, mussten gleichzeitig zahlreiche verletzte Kinder betreut, versorgt und erfasst werden. Die B138 wurde im betroffenen Bereich vollständig für den Verkehr gesperrt.

Für die Einsatzorganisation bedeutete die hohe Zahl an Verletzten eine enorme Herausforderung – rasches und koordiniertes Handeln aller beteiligten Einsatzkräfte war gefragt.

Zum Glück war all das nicht wirklich passiert. Bei dem geschilderten Szenario handelte es sich um die Monatsübung der Feuerwehr Pyhrn im September. Unter dem Übungstitel „Busunfall – Pkw gegen Bus“ wurde ein anspruchsvoller Großeinsatz so realitätsnah wie möglich nachgestellt.

Schwerverletzter im Pkw eingeklemmt

Die höchste Priorität galt zunächst dem angenommenen schwer verletzten und massiv eingeklemmten Pkw-Lenker. Die Mannschaft des HLF 2 bereitete unverzüglich die technische Menschenrettung vor. Gleichzeitig wurde ein innerer Retter in das Unfallfahrzeug geschickt, um den Verletzten während der Rettungsmaßnahmen zu betreuen.

Das KLFA übernahm währenddessen die Erstbetreuung und Versorgung der zahlreichen verletzten Kinder im Bus.

Mit dem Eintreffen der nachrückenden Feuerwehren Liezen-Stadt und Spital am Pyhrn konnten die Rettungsmaßnahmen weiter intensiviert werden. Die Einsatzkräfte unterstützten bei der Betreuung, Rettung und Erfassung der Verletzten. Ein Teil der Mannschaft der FF Liezen-Stadt half zudem bei der technischen Menschenrettung am Pkw.

27 Schulkinder mussten versorgt werden

Eine besondere Herausforderung stellte die große Anzahl an Betroffenen dar. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz, Ortsstelle Liezen, sowie der Polizei Liezen wurden die angenommenen Verletzten koordiniert gerettet, erfasst und versorgt.

Leicht verletzte beziehungsweise unverletzte Kinder wurden zum Aufwärmen in das Rüsthaus der Feuerwehr Pyhrn gebracht. Dort übernahm das KIT-Team die weitere Betreuung.

Um das Szenario möglichst wirklichkeitsnah darzustellen, hatte das Rote Kreuz die „Verletzten“ entsprechend geschminkt und mit unterschiedlichen Verletzungsmustern ausgestattet. Dadurch wurden die Einsatzkräfte mit Bedingungen konfrontiert, wie sie auch bei einem tatsächlichen Unfall mit einer größeren Anzahl an Verletzten auftreten könnten.

Für die gesamte Dauer der Übung war die B138 im Übungsbereich vollständig gesperrt.

Großaufgebot trainierte gemeinsam für den Ernstfall

Im Einsatz standen:

  • FF Pyhrn: 3 Fahrzeuge, 16 Einsatzkräfte
  • FF Liezen-Stadt: 2 Fahrzeuge, 12 Einsatzkräfte
  • FF Spital am Pyhrn: 2 Fahrzeuge, 14 Einsatzkräfte
  • FF Weißenbach: 1 Fahrzeug, 2 Einsatzkräfte
  • Rotes Kreuz: 2 RTW und 1 KTW
  • Polizei: 2 Streifen
  • FA Dr. Christian Brückler

Bei der anschließenden Nachbesprechung zog man Bilanz über den umfangreichen Übungseinsatz. ABI Stefan Grill bedankte sich bei sämtlichen eingesetzten Kräften sowie besonders bei Übungsverantwortlichem FM Christian Planitzer für die hervorragende Planung und Durchführung.

Auch das Kommando und die gesamte Mannschaft der Feuerwehr Pyhrn sprachen allen beteiligten Einsatzorganisationen und Unterstützern ihren Dank für die engagierte Mitarbeit und die ausgezeichnete organisationsübergreifende Zusammenarbeit aus.

Ein herzliches Dankeschön ging außerdem an Bürgermeisterin Andrea Heinrich, die nach der fordernden Übung für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte.

Was an diesem Abend glücklicherweise nur Übung war, könnte jederzeit Realität werden. Gerade deshalb sind derart umfangreiche und realitätsnahe Szenarien unverzichtbar: Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und Feuerwehr, Rettung und Polizei auch bei einer großen Zahl an Verletzten rasch und koordiniert handeln können.

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