Acht Feuerwehren meisterten anspruchsvolle Alarmübung
Waldbrand nach Blitzeinschlag, ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten und eine überflutete Kläranlage: Beim Abschnittstag 2026 der Feuerwehren des Abschnittes Bad Mitterndorf waren die Einsatzkräfte bei einer groß angelegten Alarmübung mit gleich mehreren anspruchsvollen Szenarien gefordert.
Nach dem Antreten der Einsatzmannschaften und Delegationen wurde der Abschnittstag mit dem traditionellen Formalexerzieren eröffnet. Anschließend präsentierte die FF Klachau eine Schauübung. Danach informierten ABI Demmerer und das Kommando der FF Klachau die Teilnehmer über den Ablauf der bevorstehenden Alarmübung.
Waldbrand nach angenommenem Blitzeinschlag
Das erste Szenario führte die Einsatzkräfte in den Bereich Furtberg. Nach einem angenommenen Blitzeinschlag war dort ein Wald- und Flurbrand ausgebrochen. Rasch musste eine entsprechende Wasserversorgung aufgebaut werden. Mit mehreren C-Rohren gingen die Mannschaften gegen die Flammen vor und löschten zahlreiche Glutnester ab.
Zur Wasserversorgung wurde zusätzlich ein Pendelverkehr mit zwei HLF eingerichtet. Eine wichtige Rolle spielte auch das Einsatzleitfahrzeug der FF Zauchen. Von dort aus wurde die übergeordnete Einsatzleitung unterstützt und eine Drohne zur Erkundung der Lage aus der Luft eingesetzt.
Sechs Verletzte bei schwerem Verkehrsunfall
Beim zweiten Szenario wartete eine besonders herausfordernde Aufgabe: Mehrere umgestürzte Bäume blockierten den Einsatzbereich, zudem war ein Pkw verunfallt, in dem Personen eingeklemmt waren.
Während ein Teil der Mannschaften die Hindernisse beseitigte und die Unfallstelle absicherte, konzentrierten sich weitere Kräfte auf die technische Menschenrettung. Insgesamt mussten sechs verletzte Personen gerettet und anschließend dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Hochwasser bedrohte Kläranlage
Auch beim dritten Einsatzauftrag war rasches und koordiniertes Handeln gefragt. Angenommen wurde eine Überflutung der Kläranlage in Klachau. Mit Tragkraftspritze und Schlammpumpe wurden die betroffenen Bereiche ausgepumpt und gefährdete Gegenstände gesichert.
Die Einsatzkräfte errichteten außerdem provisorische Ölsperren, befüllten Sandsäcke und dichteten eine Tür im Bereich des Altstoffsammelzentrums ab. Zusätzlich wurde der mobile Hochwasserschutz der Kläranlage aufgebaut.
Damit nicht genug: Während der Übung gingen bei der Einsatzleitung weitere fiktive Schadensmeldungen ein. Diese mussten erfasst, beurteilt und entsprechend priorisiert werden. Damit standen auch die Führungsarbeit, Kommunikation und Koordination mehrerer gleichzeitig auftretender Schadenslagen auf dem Prüfstand.
Wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall
Bei der abschließenden Übungsnachbesprechung wurden die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den einzelnen Szenarien gemeinsam aufgearbeitet. Die anwesenden Delegierten sowie Vizebürgermeister Kurt Berger zeigten sich beeindruckt von der professionellen Vorbereitung und Durchführung.
HBI Ladstätter bedankte sich bei den acht beteiligten Feuerwehren, dem Roten Kreuz, den zahlreichen Statisten und insbesondere bei der Mannschaft der FF Klachau, die für die umfangreiche Planung und Ausarbeitung der realitätsnahen Übung verantwortlich zeichnete.
ABI Demmerer beendete schließlich den Abschnittstag 2026 mit seiner Schlussrede und dem traditionellen steirischen Feuerwehrgruß: „Gut Heil!“
Die Alarmübung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen Feuerwehren und Einsatzorganisationen gerade bei großflächigen Unwetterereignissen mit mehreren gleichzeitigen Schadenslagen ist.



