Stickstoff tritt aus einem Lkw aus!
Dichte weiße Dampfwolken rund um einen Lkw sorgten am Donnerstagabend am Rastplatz Treglwang für einen Feuerwehreinsatz. Aus einem Sattelauflieger trat eine größere Menge flüssiger Stickstoff aus. Die Zufahrt zum Rastplatz wurde vorsorglich großräumig abgesperrt.
Um 17:20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Gaishorn am See mit der Erstmeldung „Starker Rauch aus Lkw – flüssiger Stickstoff“ zum Rastplatz Treglwang alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zeigte sich eine weithin sichtbare Verdampfungswolke rund um den betroffenen Sattelauflieger. Als erste Sicherheitsmaßnahme sperrten die Feuerwehrkräfte die Zufahrt zum Rastplatz in einem entsprechend großen Sicherheitsradius ab.
Gemeinsam mit der ebenfalls vor Ort befindlichen FF Treglwang wurde die Lage erkundet. Dabei stellte sich heraus, dass aus bislang unbekannter Ursache ein Überdruckventil am Sattelauflieger geöffnet hatte. Dadurch trat eine größere Menge Stickstoff aus, der beim Verdampfen die markante weiße Wolke bildete.
Nach der ersten Beurteilung bestand keine unmittelbare größere Gefahr. Die Einsatzleitung entschied daher, den Stickstoff kontrolliert unter laufender Beobachtung ausdampfen zu lassen. Für den Fall einer notwendigen Intervention stand währenddessen ein Atemschutztrupp der FF Gaishorn am See in ständiger Bereitschaft.
Zur weiteren Beurteilung wurde auch der Gefahrgutbeauftragte des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen, OBI Sebastian Emmer, hinzugezogen. Gemeinsam mit ihm und der Autobahnpolizei wurde die Situation nochmals bewertet und abgeklärt.
Nachdem keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren, konnten die Einsatzkräfte der FF Gaishorn am See nach etwas mehr als einer Stunde wieder einrücken.
Im Einsatz:
FF Gaishorn am See
FF Treglwang
Gefahrgutbeauftragter des BFV Liezen
Autobahnpolizei



