Ruhiges Rennwochenende trotz Zehntausender Fans
Spielberg/Murtal. – Zehntausende Motorsportfans, dichter Reiseverkehr und ein internationales Großereignis: Trotz der enormen Besucherströme ist der Motorrad Grand Prix von Österreich am Red Bull Ring am Sonntag, 20. September 2026, ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Polizei, Behörde, Feuerwehr und Rotes Kreuz ziehen eine positive Bilanz.
Das umfangreiche Verkehrs- und Sicherheitskonzept rund um den Red Bull Ring hat sich erneut bewährt. Sowohl bei der Anreise als auch nach Rennende verlief der Verkehr weitgehend geordnet. Selbst zu den Spitzenzeiten wurden lediglich kurze Verzögerungen im unmittelbaren Umfeld des Veranstaltungsgeländes registriert.
Hauptmann Edwin Aigner, Kommandant des polizeilichen Einsatzstabes, zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. Ziel sei es gewesen, die Sicherheit der zahlreichen motorsportbegeisterten Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten. Dies sei gelungen, das Wochenende sei ohne größere sicherheitspolizeiliche Vorkommnisse zu Ende gegangen.
Prävention und Dialog zeigten Wirkung
Ein Schwerpunkt der Einsatzkräfte lag bereits im Vorfeld auf Prävention, Rücksichtnahme und einem friedlichen Miteinander. Auch während des Rennwochenendes suchte die Polizei vor allem auf den Campingplätzen aktiv das Gespräch mit den Gästen. Gleichzeitig wurde auf die Interessen und Bedürfnisse der Anrainer aufmerksam gemacht.
Diese Strategie zeigte Wirkung: Größere Konflikte blieben aus. Lediglich in zwei Fällen kam es offenbar aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums und des daraus resultierenden Verhaltens zu Festnahmen. Eine weitere Person wurde beim illegalen Verkauf von Tickets angetroffen und vorläufig festgenommen. Die Betroffenen werden angezeigt.
Bei Kontrollen im An- und Abreiseverkehr sowie auf den Campingflächen wurden zudem Verwaltungsübertretungen festgestellt. Auch Jugendschutzkontrollen fanden statt. Insgesamt erstatteten die Einsatzkräfte rund 100 Verwaltungsanzeigen, dazu kamen etwa 120 Organmandate.
Sieben private Drohnen entdeckt
Besondere Aufmerksamkeit galt erneut unerlaubten Drohnenflügen. Rund um den Red Bull Ring besteht – auch aufgrund der Nähe zum Militärflugplatz Zeltweg – ein Drohnenflugverbot.
Während des Rennwochenendes wurden insgesamt sieben private Drohnen lokalisiert. In zwei Fällen konnten die jeweiligen Piloten ausgeforscht werden. Sie werden angezeigt und müssen mit Geldstrafen von mehreren tausend Euro rechnen.
Behörde lobt Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen
Auch Bezirkshauptfrau Dr.in Nina Pölzl, behördliche Einsatzleiterin, zog ein positives Resümee. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen und Einsatzkräfte sei ein wesentlicher Faktor für den sicheren Ablauf eines internationalen Großereignisses dieser Größenordnung gewesen.
Insgesamt könne man auf ein verhältnismäßig ruhiges Rennwochenende zurückblicken. Sowohl für die Besucher als auch für die Bevölkerung in der Region sei ein sicherer und weitgehend reibungsloser Ablauf gewährleistet worden.
Rund 150 medizinische Versorgungen
Auch Feuerwehr und Rotes Kreuz berichten von keinen größeren Zwischenfällen. Die jahrelange Erfahrung mit Großveranstaltungen am Red Bull Ring sowie die intensive Vorbereitung der Einsatzorganisationen machten sich erneut bezahlt.
Bereichsfeuerwehrkommandant Erwin Grangl betonte insbesondere die professionelle Vorbereitung der Feuerwehrkräfte und die gute Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzorganisationen.
Das Rote Kreuz führte während des MotoGP-Wochenendes insgesamt rund 150 medizinische Versorgungen durch. 15 Personen mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.
Bezirksrettungskommandant Bernd Peer hob ebenfalls die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzorganisationen hervor.
Unterm Strich fällt die Bilanz damit erfreulich aus: Trotz Zehntausender Fans, starkem Verkehrsaufkommen und tausender Campinggäste blieb das MotoGP-Wochenende in Spielberg aus Sicht der Einsatzkräfte weitgehend ruhig.



