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    Wer Geld fordert, ist nicht die Polizei!


    Polizei warnt vor Telefonbetrügern
    Wer Geld fordert, ist nicht die Polizei!
    AI
    03. Oktober 2026

    Steiermark. – Falsche Polizisten, erfundene Unfälle oder angeblich schwer erkrankte Angehörige: Telefonbetrüger versuchen derzeit wieder verstärkt, vor allem ältere Menschen um Geld, Gold und Schmuck zu bringen. Das Landeskriminalamt Steiermark warnt eindringlich – und appelliert an den Hausverstand: Kein echter Polizist, Arzt oder seriöser Behördenvertreter verlangt am Telefon Bargeld oder schickt jemanden vorbei, um Wertgegenstände abzuholen.

    Die Maschen wechseln, das Ziel bleibt immer dasselbe: Die Täter wollen ihre Opfer erschrecken, unter Zeitdruck setzen und dadurch zum schnellen Handeln bewegen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte deshalb eines tun: misstrauisch werden, nachdenken und auflegen.

    Falsche Polizisten, Schockanrufe und erfundene Notfälle

    Derzeit registriert die Polizei insbesondere mehrere bekannte Betrugsvarianten. So geben sich Anrufer als Polizeibeamte aus und behaupten etwa, dass Einbrecher oder Räuber festgenommen worden seien. Bei diesen sei angeblich ein Zettel mit dem Namen oder der Adresse des Angerufenen gefunden worden. Weitere Täter seien noch auf der Flucht – Geld und Schmuck müssten deshalb „in Sicherheit gebracht“ werden.

    Beim sogenannten Kautions- oder Schockanruf wird behauptet, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Verhaftung zu verhindern, müsse sofort eine hohe Kaution bezahlt werden.

    Beim Medizintrick meldet sich wiederum ein vermeintlicher Arzt. Ein Familienmitglied sei schwer erkrankt und benötige dringend eine teure Behandlung oder ein Medikament – selbstverständlich müsse dafür sofort Geld bereitgestellt werden.

    Allen Varianten ist eines gemeinsam: Geht das Opfer auf die Geschichte ein, erscheint meist ein Abholer und nimmt Bargeld, Gold, Schmuck oder andere Wertgegenstände persönlich entgegen.

    Der wichtigste Gedanke: Würde das wirklich so ablaufen?

    Genau hier appelliert die Polizei an das logische Denken der Bevölkerung. Warum sollte die Polizei am Telefon nach Ihrem Vermögen fragen? Warum sollte ein Polizist Gold oder Schmuck bei Ihnen zu Hause abholen? Warum müsste eine Kaution plötzlich einem fremden Menschen an der Haustür übergeben werden?

    Die Antwort ist einfach: Das passiert bei einer echten Amtshandlung nicht.

    Die Polizei ruft nicht an, um Geld zu fordern, erkundigt sich nicht nach Bargeld, Gold oder Schmuck und kommt nicht zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen „in Sicherheit“ zu bringen.

    Nicht einschüchtern lassen – einfach auflegen!

    Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte keine Informationen über Vermögen oder Bankdaten preisgeben und sich keinesfalls unter Druck setzen lassen. Übergeben Sie niemals Bargeld, Gold oder Schmuck an unbekannte Personen und lassen Sie Fremde nicht in Ihre Wohnung.

    Verlangt ein angeblicher Polizist Verschwiegenheit oder fordert er dazu auf, mit niemandem über den Anruf zu sprechen, ist das ein besonders deutliches Warnsignal.

    Kontaktieren Sie anschließend selbst den angeblich betroffenen Angehörigen oder eine Vertrauensperson. Wer wegen eines solchen Anrufes bereits größere Bargeldbeträge bei einer Bank beheben möchte, sollte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen erklären, warum das Geld benötigt wird – und deren Warnungen unbedingt ernst nehmen.

    Polizei verständigen – und ältere Menschen warnen

    Bei verdächtigen Anrufen gilt: Gespräch beenden und selbst die Polizei unter 133 verständigen. Verwenden Sie dafür nicht eine Telefonnummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.

    Besonders wichtig ist auch, Eltern, Großeltern, Nachbarn und ältere Menschen im persönlichen Umfeld über diese Betrugsmaschen zu informieren.

    Denn der beste Schutz vor Telefonbetrügern ist oft ein einziger klarer Gedanke: Wenn mir ein Fremder am Telefon Angst macht und anschließend Geld, Gold oder Schmuck verlangt, stimmt etwas nicht.

    Auflegen – nachfragen – Polizei verständigen.


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