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Einbrecher schlagen am helllichten Tag zu

Steiermark – Sie kommen als harmlose Spaziergänger, tarnen sich als Jogger und schlagen zu, wenn niemand zu Hause ist. Professionell organisierte Einbrecherbanden sorgen weiterhin für erhöhte Aufmerksamkeit bei der steirischen Polizei. Trotz zahlreicher Festnahmen internationaler Tätergruppen ist die Gefahr keineswegs gebannt. Jetzt setzt die Exekutive verstärkt auf die Wachsamkeit der Bevölkerung.
Die steirische Polizei konnte in den vergangenen Monaten beachtliche Ermittlungserfolge erzielen und zahlreiche Mitglieder international agierender Einbrechergruppen festnehmen. Doch die organisierte Kriminalität bleibt eine Herausforderung: Neue Tätergruppen rücken nach, passen ihre Vorgehensweise an und gehen bei der Auswahl ihrer Einbruchsziele zunehmend professionell vor.
Nach bisherigen Erkenntnissen stammen mehrere der ausgeforschten Tätergruppen aus dem südamerikanischen Raum. Besonders auffällig ist ihre flexible und gut organisierte Arbeitsweise.
Einbrecher kommen, wenn niemand damit rechnet
Entgegen der weitverbreiteten Vorstellung, dass Einbrecher vor allem nachts zuschlagen, ereignen sich die von der Polizei beschriebenen Einbrüche fast ausschließlich während der Tagesstunden.
Die Täter nutzen gezielt jene Zeiten, in denen Haus- und Wohnungsbesitzer bei der Arbeit, beim Einkaufen oder anderweitig unterwegs sind.
So gehen die Täter laut Polizei häufig vor:
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Unauffällige Tarnung: Verdächtige kundschaften mögliche Einbruchsobjekte teilweise als Jogger, Sportler oder Spaziergänger aus.
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Kleine Gruppen: Meist sind zwei bis vier Personen gemeinsam unterwegs, vereinzelt auch Frauen.
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Moderne Fahrzeuge: Häufig werden neuwertige Mietwagen mit deutschen oder italienischen Kennzeichen verwendet.
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Einbrüche bei Tageslicht: Die Täter nutzen die Abwesenheit der Bewohner, um möglichst unbemerkt in Häuser oder Wohnungen einzudringen.
Ein verdächtiger Moment kann entscheidend sein
Die Polizei appelliert eindringlich an die Bevölkerung, aufmerksam zu bleiben und ungewöhnliche Beobachtungen ernst zu nehmen. Dabei geht es nicht darum, unbekannte Personen grundsätzlich zu verdächtigen, sondern auffälliges Verhalten zu erkennen und der Polizei zu melden.
Besonders hilfreich sind konkrete Angaben zu verdächtigen Fahrzeugen, etwa Kennzeichen, Automarke, Farbe und Fahrtrichtung. Auch Beschreibungen auffälliger Personen können wichtige Hinweise liefern.
Bei konkretem Verdacht gilt: Sofort die Polizei unter der Notrufnummer 133 verständigen!
Wichtig ist dabei, verdächtige Personen nicht selbst zur Rede zu stellen oder zu verfolgen. Die weiteren Maßnahmen sollten den Einsatzkräften überlassen werden.
Nachbarschaft kann zum besten Einbruchsschutz werden
Ein besonderes Augenmerk legt die Polizei auf die gegenseitige Aufmerksamkeit innerhalb der Nachbarschaft. Wer ungewöhnliche Vorgänge rund um ein Nachbarhaus bemerkt, kann durch eine rechtzeitige Meldung möglicherweise einen Einbruch verhindern.
Ebenso wichtig ist die Sicherung des eigenen Zuhauses. Auch wer nur kurz das Haus verlässt, sollte sämtliche Türen und Fenster zuverlässig verschließen.
Haus- und Wohnungsbesitzer haben außerdem die Möglichkeit, bei ihrer örtlichen Polizeiinspektion einen Termin für eine kostenlose kriminalpolizeiliche Präventionsberatung anzufragen.
Polizei macht Druck – jetzt ist auch die Bevölkerung gefragt
Die bisherigen Festnahmen zeigen, dass die Ermittlungsarbeit der Polizei Wirkung zeigt. Doch solange weitere international organisierte Tätergruppen aktiv sind, bleibt erhöhte Aufmerksamkeit notwendig.
Die klare Botschaft der Polizei: Lieber eine verdächtige Beobachtung zu viel melden als einen entscheidenden Hinweis übersehen. Denn manchmal genügt ein einziges Kennzeichen oder eine aufmerksame Nachbarin beziehungsweise ein aufmerksamer Nachbar, um Ermittler auf die richtige Spur zu bringen.
Weitere Sicherheitstipps bietet das Bundeskriminalamt unter Wohnraumeinbruch – Prävention
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