Neue Etappen führen jetzt bis zur Ötscher
- verfasst von BLO24
- Steiermark
Der Luchs Trail erweitert sein Streckennetz und setzt damit ein neues Highlight im Herzen der Eisenwurzen. Künftig führt der beliebte Weitwanderweg nicht mehr nur bis Lunz am See, sondern über zwei zusätzliche Etappen weiter bis zur Ötscher-Basis in Wienerbruck. Damit wächst der Trail von bisher elf auf insgesamt 13 Tagesetappen und verbindet auf rund 250 Kilometern einige der eindrucksvollsten Naturlandschaften Österreichs.
Der Luchs Trail verknüpft Oberösterreich, die Steiermark und Niederösterreich und führt durch bedeutende Schutzgebiete wie den Nationalpark Kalkalpen, den Nationalpark Gesäuse, den Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal sowie nun auch den Naturpark Ötscher-Tormäuer. Gemeinsam bilden diese Regionen das Naturnachtgebiet Eisenwurzen – einen einzigartigen Schutzraum zur Bewahrung natürlicher Dunkelheit und des nächtlichen Sternenhimmels.
Mit der Verlängerung durch den Naturpark Ötscher-Tormäuer erleben Wandernde nun das gesamte Naturnachtgebiet in seiner ganzen Vielfalt. Die neuen Etappen führen über Lackenhof bis zur Ötscher-Basis Wienerbruck und bieten mit den wildromantischen Ötschergräben einen besonders eindrucksvollen Schlusspunkt der Tour.
„Durch die Verlängerung des Weges zur Ötscher-Basis steht Wandernden nun am Endpunkt mit der Mariazellerbahn auch eine direkte Bahnanbindung zur Verfügung“, erklärt Florian Schublach, Geschäftsführer des Naturparks Ötscher-Tormäuer.
Startpunkt des Trails bleibt der Bahnhof Reichraming in Oberösterreich. Gemeinsam mit der Mariazellerbahn ermöglicht die neue Streckenführung nun eine durchgehende öffentliche An- und Abreise – ein starkes Signal für nachhaltigen Naturtourismus.
Entlang des Weges bewegt man sich durch einen der wichtigsten Rückzugsräume des Luchses in Österreich. „Die Region entlang des Luchs Trails bietet mit ihren naturnahen Wäldern ideale Lebensbedingungen für den Luchs. Sechs Tiere haben derzeit ihr Revier im Dreiländereck und bilden das einzige innerösterreichische Vorkommen“, erklärt Herbert Wölger vom Nationalpark Gesäuse. Aufgrund ihres gefleckten Fells seien die scheuen Tiere in freier Wildbahn allerdings nur äußerst selten zu beobachten.
Auch im Gesäuse gibt es Neuerungen: Insgesamt sieben Etappen des Trails verlaufen vollständig oder teilweise durch die Region. Bei Etappe 4 kommt es zu einer Anpassung – statt auf der Klinkehütte wird künftig auf der Mödlingerhütte genächtigt. Die Hütte gilt besonders wegen ihrer eindrucksvollen Sonnenauf- und -untergänge als beliebter Rastplatz und wertet das Wandererlebnis zusätzlich auf.
Der Luchs Trail ist grundsätzlich von Mai bis Oktober begehbar. Informationen zu Etappen, Wegzustand und Angeboten gibt es unter luchstrail.at



