Goldketten-Räuber im Visier der Polizei
- verfasst von BLO24
- Steiermark
Steiermark. Nach zwei dreisten Raubüberfällen auf hochbetagte Frauen im Grazer Stadtgebiet fahndet die Polizei nun mit zwei Phantombildern nach den bislang unbekannten Tätern. Die Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang der Taten und ersuchen die Bevölkerung um Hinweise.
Am Samstag, 18. Juli 2026, kam es innerhalb weniger Stunden zu zwei nahezu gleich gelagerten Raubüberfällen auf Pensionistinnen.
Gegen 11.20 Uhr wurde eine 81-jährige Grazerin in einem Innenhof der Wilhelm-Raabe-Gasse im Bezirk Geidorf von einem unbekannten Mann überrascht. Der Täter riss der Frau gewaltsam die Goldkette vom Hals und flüchtete anschließend unerkannt.
Nur wenige Stunden später, gegen 16.00 Uhr, ereignete sich im Bereich Schrödingerstraße/Mariengasse im Bezirk Lend ein ähnlicher Vorfall. Dort entriss ein bislang unbekannter Mann einer 88-jährigen Grazerin ebenfalls mit Gewalt ihre Goldkette. Beide Opfer waren alleine zu Fuß unterwegs und erlitten leichte Verletzungen.
Ermittler prüfen Zusammenhang
Das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Graz hat die Ermittlungen übernommen. Aufgrund der räumlichen Nähe der Tatorte – sie liegen nur rund zwei Kilometer voneinander entfernt – sowie der ähnlichen Vorgehensweise wird derzeit geprüft, ob die beiden Überfälle miteinander in Verbindung stehen.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gehen die Kriminalisten jedoch von zwei unterschiedlichen Tätern aus. Ausschlaggebend dafür sind die voneinander abweichenden Personenbeschreibungen der Opfer sowie die auf deren Aussagen basierenden Phantombilder.
Phantombild 1: Schlanker Mann mit markantem Schnurrbart
Der erste Tatverdächtige wird als etwa 30 Jahre alt, rund 180 Zentimeter groß und schlank beschrieben. Er soll kurze schwarze Haare, einen auffälligen schwarzen Schnurrbart sowie eine etwas dunklere Hautfarbe gehabt haben. Bekleidet gewesen sei er mit einem blauen Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, einer beigen Bermudahose und weißen Sportschuhen. Laut Opfer sprach der Mann Deutsch mit ausländischem Akzent.
Phantombild 2: Lockige Haare und rötlicher Vollbart
Der zweite Verdächtige soll etwa 27 Jahre alt und rund 177 Zentimeter groß sein. Er wird ebenfalls als schlank beschrieben und soll kurze, dunkle bis rötliche lockige Haare sowie einen dunklen bis rötlichen Vollbart getragen haben. Der Mann sei sehr gepflegt aufgetreten, habe eine beige lange Hose getragen und ebenfalls Deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen.
Polizei bittet um Hinweise
Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Veröffentlichung beider Phantombilder angeordnet. Das Kriminalreferat ersucht nun die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht werden Hinweise zur Identität der beiden Männer, zu deren möglichem Aufenthaltsort oder zu Beobachtungen, die im Zusammenhang mit den beiden Überfällen stehen könnten.
Hinweise nimmt das Kriminalreferat Graz unter der Telefonnummer 059133/65-3333 entgegen.



