Ennstaler Überflieger holen Staatsmeistertitel

Ennstaler Überflieger holen Staatsmeistertitel © Robe
Mojo-Piloten brechen Rekorde im Minutentakt

Der Ennstaler Paragleitverein Mojo hat es geschafft: Nach einem Jahr als Vize holte sich das Team 2025 den Staatsmeistertitel im Gleitschirm-Streckenflug – und das mit einer Serie an beeindruckenden Rekorden vom Stoderzinken.

Die abgelaufene Saison im Streckenflug hätte spektakulärer kaum verlaufen können. Bei perfekten Frühjahrsbedingungen gelang es den Piloten des Ennstaler Vereins Mojo, ihre bisherigen Bestleistungen nicht nur zu übertreffen, sondern regelrecht zu pulverisieren. Am vergangenen Wochenende wurden ihnen in Hallein dafür die Staatsmeister-Trophäen überreicht.

Stoderzinken als Startplatz der Superlative

Der Heimatberg der Ennstaler – der Stoderzinken bei Gröbming – wurde 2025 erneut zur Bühne für Rekordflüge. Innerhalb weniger Tage steigerte das Team ihre Distanzen in beeindruckender Regelmäßigkeit:

  • 30. April: Michael Sommerauer eröffnet die Serie mit 309 km
  • 1. Mai: Alexander Robé legt mit 315 km nach
  • 14. Mai: Sommerauer setzt den neuen Hausberg-Bestwert: 330 km in knapp 12 Stunden

Geflogen wird dabei ein nahezu gleichseitiges FAI-Dreieck vom Stoderzinken Richtung Chiemsee, weiter über den Alpenhauptkamm nach Lienz und schließlich – je nach Wetterführung – via Öblarn oder Grimming zurück zum Ausgangspunkt. Diese Dreiecksflüge sind besonders wertvoll, da am Rückweg immer auch gegen den Wind geflogen werden muss.

Team Mojo: Von Vize zu Staatsmeister

Mit diesen Leistungen holten Alexander Robé, Michael Sommerauer und Werner Luidolt souverän den Mannschafts-Staatsmeistertitel 2025 – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, in dem sie noch Vize wurden.

Alexander Robé – Mr. Konstanz bestätigt seinen Titel

Robé lieferte die drei besten Flüge der gesamten Saison und bestätigte damit eindrucksvoll seinen Einzel-Staatsmeistertitel aus 2024.
Besonders groß ist seine Freude über das persönliche Saisonhighlight:

„Endlich die 300-km-Marke zu knacken war für mich ein Meilenstein. Und das Kuriose: Was mir mit Hochleistungsschirmen nie gelang, ging heuer mit meinem Sportklasse-Schirm Ozone Photon – und zwar völlig entspannt. Am Tag danach gleich noch einmal weiterzufliegen war einfach großartig.“

Michael Sommerauer – Rekordmann mit Nerven aus Stahl

Sommerauers 330-km-Flug war nicht nur weit, sondern auch fliegerisch anspruchsvoll:

„Der Rückflug auf die Nordseite war heikel – im Lee hat’s mich runtergespült, das war richtig Arbeit. Das absolute Highlight kam aber am Abend: die Welle vom Grimming, 60 km/h Wind, über 2 m/s Steigen, mitten über dem Tal auf 2500 m – und das um halb neun!“

Zeitlich wurde es knapp: Sommerauer stand nur vier Minuten vor Ende der bürgerlichen Dämmerung wieder am Boden – die maximal erlaubte Zeit für Paragleiter.

Werner Luidolt – Wenn ein Traum von früher wahr wird

Der langjährige Segelflieger ergänzte das Siegertrio mit einem emotionalen Höhepunkt: seinem 320-km-Flug über den Gerlospass und zurück nach Irdning.

„Vor über 30 Jahren bin ich meine ersten 300 km mit der Ka 8 geflogen. Jetzt konnte ich diese Distanz mit dem Gleitschirm wiederholen. Das war ein Ziel, das mich über Jahre begleitet hat – ein emotionaler Meilenstein.“

Auch die Damen glänzen

In der Damenwertung schaffte Nicole Heimberger mit Platz 3 den Sprung aufs Podest und krönte damit eine außergewöhnliche Saison für den gesamten Verein.

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