Verrückt, na und? Reden hilft
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Am 9. Januar 2025 hatten die Schüler:innen der 7. Klasse im Fach Psychologie (unter der Leitung von Mag. Kathleen Moser) die Gelegenheit, an einem besonderen Workshop teilzunehmen. Organisiert vom Dachverband der Sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften Steiermark, brachte das Programm psychische Gesundheit und Krankheit auf offene und eindrucksvolle Weise zur Sprache.
Die kompetente Workshopleiterin Judith Lackner und die persönliche Expertin Charly führten die Jugendlichen mit viel Feingefühl und Erfahrung durch ein Thema, das oft mit Vorurteilen und Unsicherheiten behaftet ist. Unter dem bewusst provokanten Titel "Verrückt, na und?" wurde gemeinsam erarbeitet, was psychische Erkrankungen bedeuten und wie man offen darüber sprechen kann – miteinander und untereinander.
Zwischen Normalität und Krise – Wo verläuft die Grenze?
Der Workshop begann mit einer kreativen Vorstellungsrunde, gefolgt von einer herausfordernden Frage: „Was ist normal und was ist krank?“ Schnell wurde deutlich, dass psychische Gesundheit ein Spektrum ist und viele Faktoren eine Rolle spielen.
Der Schulvormittag beleuchtete die verschiedenen Facetten psychischer Erkrankungen, die feinen Linien zwischen auffälligem Verhalten und ernstzunehmenden Symptomen sowie konkrete Hilfsangebote für Betroffene und deren Umfeld. Besonders eindrücklich: Berichte über prominente Persönlichkeiten, die öffentlich über ihre psychischen Herausforderungen sprechen, machten deutlich, dass niemand davor gefeit ist – und dass es keine Schwäche ist, Hilfe anzunehmen.
Ein persönlicher Einblick, der bewegt
Den Höhepunkt des Workshops bildete zweifellos der Erfahrungsbericht von Charly. Mit beeindruckender Offenheit erzählte sie von ihrer eigenen Krise und ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Mithilfe einer selbst erstellten Timeline gab sie den Jugendlichen einen tiefen und ehrlichen Einblick in ihre Geschichte – ein Moment, der viele berührte und zum Nachdenken anregte.
Ein Workshop, der bleibt
Der Vormittag war weit mehr als nur eine schulische Veranstaltung. Er sensibilisierte, schärfte das Bewusstsein und lieferte wertvolle Erkenntnisse, die über das Klassenzimmer hinaus Bedeutung haben. Psychische Erkrankungen sind Teil unseres Lebens – und darüber zu sprechen, ist der erste Schritt zu einem besseren Verständnis und zu einem gesunden Umgang damit.
Die Schüler:innen gingen mit neuen Perspektiven, offenem Blick und einem wichtigen Fazit aus dem Workshop: Verrückt? Na und! Reden hilft.



