Gewalt an Frauen jetzt stoppen
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Gestern wurde weltweit der „Tag gegen Gewalt an Frauen“ begangen – ein Tag, der uns Jahr für Jahr vor Augen führt, wie brutal und nah dieses Thema ist. Hinter jeder Statistik steht ein Mensch, ein Leben, eine Familie. Und doch bleibt Gewalt an Frauen eine alltägliche Realität – auch im Bezirk Liezen.
Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, die jährlich vom 25. November bis 10. Dezember stattfinden, machen deutlich: Jede dritte Frau in Österreich erlebt körperliche oder psychische Gewalt. Allein im Jahr 2025 wurden bereits 14 Frauen ermordet – Frauen, deren Leben ausgelöscht wurde, weil wir als Gesellschaft noch immer zu wenig schützen, zu spät reagieren und zu selten hinsehen. Dazu kommen 25 Mordversuche und schwere Gewalttaten (Stand 17.11.2025).
In der Steiermark wurden 2024 1.499 Betretungsverbote ausgesprochen – ein bedrückender Beweis dafür, wie notwendig flächendeckender Schutz ist.
„Wir Männer müssen Verantwortung übernehmen“ – Max Lercher fordert klare Schritte
Der steirische SPÖ-Landesparteivorsitzende Max Lercher findet deutliche Worte:
„Vierzehn Frauenmorde allein in diesem Jahr sind ein untragbarer Zustand. Wir Männer müssen Verantwortung übernehmen und uns klar gegen Gewalt stellen. Von der Landesregierung erwarte ich mir, dass der Gewaltschutz langfristig finanziell abgesichert wird – und dass es in allen Regionen, auch im Bezirk Liezen, starke Unterstützungsstrukturen gibt.“
Gewalt passiert überall – in Städten und am Land. Und gerade der größte Bezirk Österreichs darf beim Schutz von Frauen nicht ins Hintertreffen geraten.
Konkrete SPÖ-Initiativen für mehr Sicherheit – besonders wichtig für den Bezirk Liezen
Die SPÖ-Landtagsabgeordneten Doris Kampus, Helga Ahrer und Chiara Glawogger bringen drei Maßnahmen ein, die besonders für ländliche Regionen entscheidend sind:
Ausbau von Housing-First-Angeboten:
Sicherer, leistbarer Wohnraum ist oft der erste Schritt heraus aus Gewalt. Frauen müssen rasch und dauerhaft eine geschützte Umgebung finden – ohne bürokratische Hürden.
Ein flächendeckendes, dauerhaft gesichertes Gewaltschutznetz:
Dazu gehören niederschwellige Anlaufstellen in allen Regionen, mobile Krisenteams, enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Sozialarbeit, Gesundheitswesen und Opferschutz sowie gezielte Präventionsprogramme.
Gewaltfreie Konfliktlösung fix in allen Schulen:
Kinder und Jugendliche müssen früh lernen, Konflikte respektvoll und gewaltfrei zu lösen. Prävention beginnt im Klassenzimmer.
„Gewalt an Frauen betrifft auch Liezen – und uns alle“
Die Regionalfrauenvorsitzende Michaela Grubesa erinnert daran, dass Verantwortung nicht bei den Betroffenen liegt, sondern bei uns allen:
„Gewalt an Frauen ist kein Frauenthema. Es ist ein gesellschaftliches Thema – und ein Thema, das wir nur gemeinsam lösen können. Unser Ziel ist ein gewaltfreies Leben in der gesamten Steiermark, auch im Bezirk Liezen. Deshalb setzen wir auf frühe Unterstützung, starke Strukturen vor Ort und intensive Präventionsarbeit.“
Gewalt an Frauen ist keine Privatangelegenheit – sie ist ein Alarmruf. Und dieser Alarmruf gilt überall: in Städten, Gemeinden und in jedem Haushalt.
Die Botschaft der SPÖ ist klar:
Gewaltschutz muss gesichert, ausgebaut und nachhaltig finanziert werden – gerade im Bezirk Liezen.
Frauen müssen Hilfe finden, wenn sie sie brauchen – sofort, niederschwellig und wohnortnah.
Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.
Denn jede Frau, die Gewalt erfährt, ist eine Frau zu viel.



