Von Zell-Detektiven und DNA-Profis
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Auf der Suche nach den Spitzenforscher:innen und Genetiker:innen von morgen machten sich die beiden 8. Klassen des BG/BRG Stainach Ende Jänner auf den Weg nach Graz. Ziel der BIU-Exkursion: das Offene Labor am Institut für molekulare Biotechnologie der Universität Graz. Begleitet wurden die angehenden Maturant:innen von Prof. Stefanie Flatscher und Prof. Christian Quehenberger.
Schon seit Jahren zählt dieser Besuch zu den absoluten Highlights im Biologieunterricht – und auch im Schuljahr 2025/26 warteten wieder zwei exklusive Workshops, bei denen Forschung nicht nur erklärt, sondern selbst erlebt wurde. Wie altern Zellen? Warum wirken manche Antibiotika nicht mehr? Und wie entsteht eigentlich Krebs? Mit genau solchen Fragen beschäftigt sich die moderne molekulare Forschung – und genau hier durften die Schüler:innen eintauchen.
Am Institut erhielten sie spannende Einblicke in ein Forschungsfeld, das für Medizin und Biowissenschaften von zentraler Bedeutung ist. Wissenschafter:innen erklärten, wie sie mit Modellorganismen wie Hefepilzen, Fruchtfliegen, verschiedenen Bakterienstämmen und sogar menschlichen Zellen arbeiten, um Alterungsprozesse besser zu verstehen und neue Therapieansätze zu entwickeln.
Neben fachlichem Input gab es auch persönliche Einblicke: Die Forscher:innen berichteten über Studienmöglichkeiten, Karrierewege und ihren eigenen Weg in die Wissenschaft – Inspiration inklusive. Im Praxislabor wurde es dann richtig spannend: Hier arbeiteten die Schüler:innen selbstständig mit bakterieller DNA und untersuchten Antibiotika-Resistenzgene.
Schritt für Schritt isolierten sie DNA, vervielfältigten diese mithilfe der PCR (Polymerase-Kettenreaktion) und machten ihre Ergebnisse durch Agarose-Gelelektrophorese sichtbar. So konnten sie hautnah nachvollziehen, wie in der medizinischen Diagnostik entschieden wird, welches Antibiotikum bei einer Infektion tatsächlich wirksam ist.
Plötzlich war klar: Das ist nicht nur Theorie aus dem Schulbuch – das ist echte Forschung mit direkter Bedeutung für die Gesundheit von Menschen. Der intensive Labortag war nicht nur eine wertvolle Vorbereitung auf die Reifeprüfung, sondern öffnete auch neue Perspektiven für mögliche Studien- und Berufswege im naturwissenschaftlichen Bereich.
Am Ende waren sich alle einig: Diese Exkursion war weit mehr als ein Unterrichtstag außerhalb der Schule – sie war ein Blick in die Zukunft. Und vielleicht standen an diesem Tag bereits einige der Spitzenforscher:innen von morgen im Labor.



