Stift Admont und die Regionalentwicklung
- verfasst von BLO24
- Fenstergucker
Das Benediktinerstift Admont prägt bereits seit dem Jahre 1074 in höchstem Maß die positive und erfolgreiche Entwicklung der Region Gesäuse, des Bezirkes Liezen – bzw. der Steiermark. Sei es in Belangen wie der Seelsorge, Kultur, Ländlicher Entwicklung, Erneuerbare Energien, Tourismus, Bildung, Soziales, Wissenschaft und Wirtschaft! In so vielen unterschiedlichen Themenfeldern wird erfolgreich und nachhaltig gearbeitet und dadurch die gesamte Regionalentwicklung effizient unterstützt und geprägt.
Ursprünglich konzentrierte sich die Wirtschaft des Stiftes hauptsächlich auf den Bereich der Land- und Forstwirtschaft. In den letzten Jahrzehnten wurde sukzessive ein Konzept der Diversifizierung umgesetzt und neue Geschäftsfelder entwickelt. Neben zahlreichen Wirtschaftsbetrieben wie zB der Admonter Holzindustrie AG, dem regionalen Energiedienstleister Envesta GmbH, der STIA Immo GmbH - als Unternehmen für Immobilienbewirtschaftung und -entwicklung - und dem eigenen Weingut „Dveri Pax“ in Slowenien, betreibt das Stift Admont ua. auch ein Pflegeheim, ein Gymnasium, oder mit der „Kaiserau“ auch das kleinste Skigebiet der Steiermark. Auch die weltgrößte Klosterbibliothek, 3 Museen und eine einzigartige Gotik-Ausstellung findet man in den Klostermauern des Stiftes Admont.
Stift Admont als regionaler Wirtschaftsmotor
Etwa 500 MitarbeiterInnen sind in den Betrieben des Stiftes Admont beschäftigt. Die bereitgestellten Arbeitsplätze und umfassenden Investitionstätigkeiten bewirken zusätzliche Kaufkraft und Einnahmen für Bevölkerung, Zulieferbetriebe und öffentliche Institutionen und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Region.
„Die Verantwortung gegenüber der Region sowie nachhaltiges Management sind wichtige Faktoren unseres Handelns“, betont DI Helmuth Neuner, der als Wirtschaftsdirektor für die erfolgreiche Führung der Wirtschaftsaktivitäten des Stiftes Admont verantwortlich zeichnet.
Ein oft zu hörender Satz im Ennstal lautet auch: Das Stift Admont ist reich!
Ja, das Stift Admont schaut zurück auf eine reiche Vergangenheit seit 1074 mit vielen Höhen und Tiefen, mit vielen schönen und schwierigen Zeiten in der Urbanisierung unserer Region.
Ja, das Stift Admont ist reich an Verantwortung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Man schätzt und würdigt sie. Man lebt mit ihnen im gemeinschaftlichen Verbund und der gleichen Aufgabe.
Ja, das Stift Admont ist reich an Aufgaben gegenüber der Region und der Gesellschaft, man ist aber auch reich im Tun. Gerade in der Entwicklung der Region kann das Stift Admont in der Vergangenheit und Heute zeigen, wie ernst und wichtig dem Stift diese Aufgabe ist. Nicht alles kann das Stift Admont bewirken und umsetzen. Die Eigeninitiative des Einzelnen und der Gemeinschaft ist zumindest gleich hoch gefordert.
Ja, das Stift Admont ist reich an hochqualifizierten und verantwortungsbewussten Führungskräften, die es als ihre berufliche Lebensaufgabe sehen, dem Stift, den Menschen und der Region zu dienen. Vermögen muss verwaltet werden; nur so kann es erhalten bleiben und Erträge abwerfen. Eben jene Erträge, die man zur Finanzierung der vielen Aufgaben des Stiftes braucht.
Ja, das Stift Admont ist reich an hochmotivierten Schülerinnen und Schülern, die im Stiftsgymnasium Admont bis zur mittleren Reife geführt werden. Reich an vermittelter Bildung für die Jugend, die wiederum die Basis für den Wohlstand der Gesellschaft in der Zukunft ist.
Ja, das Stift Admont ist reich an Bitten und Anfragen von vielen Seiten, in- und ausländischen, denen man sozial und caritativ, materiell und finanziell helfen können. So unterstützt man zum Beispiel tatkräftig und wesentlich ein benediktinisches Priorat in Brasilien beim Aufbau einer landwirtschaftlichen Schule in einer Region, wo es sonst keine weiterbildende Schule gibt.
„Reichtum kann also auch eine positive Seite haben, nämlich dann, wenn das Kapital eine humane Funktion erfüllt. Derjenige, der das Kapital hat, muss es im Sinne des Gemeinwohls einsetzen, um Arbeit für Menschen zu schaffen, damit diese auch ihren Lebensunterhalt verdienen können. Er muss es weiter einsetzen, damit es in seiner Wirkung dem Gemeinwohl dient, sei es sozial, kulturell, geistlich oder geistig, schulisch oder betrieblich. Die wirtschaftliche Stärke des Stiftes Admont ist so auch seit Jahrhunderten die Basis dafür, die vielfältigen Aufgaben selbständig und ohne Hilfe durch den Staat erfüllen zu können.
So trägt die Wirtschaft des Stiftes wesentlich dazu bei, das Leben in seiner religiösen, kulturellen und materiellen Dimension zu fördern. Wenn man Reichtum also so versteht, kann man dem Reichtum oder dem Vermögen auch gute Seiten zuschreiben“, so DI Helmuth Neuner.



