Zuerst klagen und dann nachmachen?

Nun ist es also entschieden worden.

Eine Klage von Österreich (oder besser gesagt von einem Teil der Österreichischen Volksvertreter) ist abgewiesen worden.

Es geht um die Autobahngebühr, welche in Deutschland kommen wird. Und die Regierung dort will „ihren Leuten“ diese Maut über den Umweg einer Senkung der KFZ Steuer wieder retournieren.
Das hat „unseren Politikern“ nicht gepasst.
Man hat dagegen geklagt. Wegen Diskriminierung. Und hat verloren.
Trotz der Empfehlung zur Klage von einem EU Rechtsexperten aus Tirol. Aber der EU Generalanwalt war anderer Meinung.
Und jetzt stellt sich dem kleinen (und vermutlich auch manchem großen) Steuerzahler die Frage, wer wird die angefallenen Kosten bezahlen. Der Rechtsexperte, die für die Vorgehensweise verantwortlichen Politiker – oder wieder einmal das Volk?

Das, was sich ein Großteil der Bevölkerung von Beginn an gedacht hat, wird jetzt auch von unseren Verantwortlichen in Erwägung gezogen.

Nämlich es den Deutschen nachzumachen.
Wäre es nicht ganz normal, dass „Volksvertreter“ mögliche Vorteile für „die eigenen Leute“ erkennen und umsetzen sollten? Auch wenn sie von anderen Personen im Nachbarland „erfunden“ wurden?
Jetzt sogar die Erkenntnis, man könnte diese Vorgehensweise auch auf andere Sparten wie die Studiengebühren (die uns ja verboten wurden) ausdehnen. Was spricht dagegen, den Menschen Vorteile zu verschaffen, von denen man gewählt wurde?

Also, der Hausverstand hätte vermutlich von Beginn an gesagt, dranhängen und mit dem großen Nachbarn mitziehen bei der Idee (wie bei so vielen anderen mehr oder weniger guten Sachen) der Vergünstigung für die eigenen Leute.
Was bei Klubs, Vereinen und Gemeinden möglich ist, sollte auch im Großen umzusetzen sein. Einen Bonus für jene, die eben „dazu gehören“.
Es muss nicht eine Gleichmacherei mit aller Macht und auf allen Ebenen geben.

Oder hat sich schon einmal jemand „diskriminiert“ gefühlt, wenn er an der Supermarktkasse keinen Preisnachlass bekommen hat, weil er eine Mitgliedskarte, Rabattkarte oder ähnliches Plastikzeug nicht dabei hatte?
Oder weil ein Einheimischer am Lift oder im Schwimmbad einen kleinen Nachlass bekommt? Oder andererseits der Urlaubsgast mit seinem Vorteilspass sich ein paar Kröten ersparen kann, die er dann in der Hotelbar wieder investiert.

Otto S.

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