Gefahrloseres Einkaufen für Risikogruppe

Bezirk Liezen: „In Zeiten wie diesen“ wird sehr viel Gutes und Kreatives unternommen.

Die Versorgungsketten innerhalb der Familien und Bekannten dürften ja wirklich sehr gut funktionieren.
Aber es haben doch nicht alle älteren, allein lebende Personen spontan jemanden, der für Besorgungen benachrichtigt werden könnte. Und wie wir alle wissen, haben ältere Menschen auch nicht immer genug Geduld, um notwendige Zeitspannen abzuwarten. Bis die Kinder aus der Arbeit kommen, oder die Nachbarin Zeit hat für eine schnelle Besorgung.
Wenn etwas gebraucht wird, dann sollte es in kürzester Zeit vor Ort sein – weil es einem in letzter Sekunde eingefallen ist, oder man es genau JETZT braucht.
Das glaubt man zumindest, wenn man in der Wohnung „kaserniert“ wird. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, bin ich altersmäßig doch auch schon in der „Risikogruppe“.

Jetzt haben sich einige Geschäfte bzw. Konzerne dazu entschlossen, eine eigene
„Einkaufsstunde“ für gefährdete Menschen einzuführen.
Eben solche, wie oben beschrieben oder die es einfach jahrzehntelang gewohnt sind, für sich selber zu sorgen.

Bei BILLA, HOFER, LIDL, MERKUR, PENNY und UNIMARKT will man die Stunde von 8.oo Uhr bis 9.oo Uhr

für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen „freihalten“ damit sie ohne großes Risiko ihre Besorgungen tätigen können.
Dabei wird an alle Anderen appelliert, sich außerhalb dieses Zeitraumes in die Märkte zu begeben.
SPAR hat sich derzeit dagegen ausgesprochen, bei diesem Vorschlag mit zu machen.

Wie gesagt – Ausnahmesituationen bringen auch immer wieder Positives hervor und diese Einkaufsstunde zählt bestimmt auch dazu.
Außerdem ist es vielleicht rein psychisch hilfreich, ein paar Schritte zum Einkaufen hinaus an die frische Luft oder die Sonne zu gehen, damit das Gefühl eingesperrt zu sein nicht Überhand nimmt. Auch wenn es erst 3 Tage dauert und ein Ende noch nicht absehbar wird.

Auch wenn wir Älteren sonst immer über die neue „Handygeneration“ lästern – in der jetzigen Situation hat es doch was beruhigendes, die meisten Familienmit(und ohne)glieder jederzeit erreichen zu können. Und wenn es nur für ein scheinbar belangloses Gespräch über „dringend benötigte“ Nebensächlichkeiten ist............

Otto S.

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