Hände weg von den Lohnnebenkosten

Hände weg von den Lohnnebenkosten Foto: ÖGB
Bezirk Liezen: ÖGB Obersteiermark Nord macht mit öffentlicher Aktion Druck für Schutz des Sozialstaates

Senken wir doch einfach die Lohnnebenkosten … diese häufig aufgestellte Forderung mag beim flüchtigen Hinhören sinnvoll klingen. Doch dass sich dahinter eine gefährliche Drohung für die breite Masse der Arbeitnehmer:innen verbirgt, darauf machte der ÖGB Obersteiermark Nord in dieser Woche mit öffentlichen Aktionen aufmerksam.

Denn Fakt ist und bleibt: Hinter dem Schlagwort Lohnnebenkosten verbergen sich viele zentrale Bestandteile des Sozialstaates, die gerade für die Arbeitnehmer:innen von besonderer Bedeutung sind. „In Wahrheit sollten wir gar nicht von Lohnnebenkosten, sondern von LEISTUNGEN sprechen.

Denn von der Sozialversicherung bis hin zu wichtigen Familienleistungen sind damit zentrale Säulen des Sozialstaats gemeint, die für unsere Arbeitnehmer:innen auf gar keinen Fall verzichtbar sind“, betonen die stv. ÖGB-Regionalvorsitzende Manuela Dechler und ÖGB-Regionalsekretär NAbg. Mario Lindner aus Anlass eines Aktionstags im Bezirk Liezen.

Am Dienstag machten die Funktionär:innen des ÖGB Obersteiermark Nord diese Botschaft für die Bevölkerung der Region deutlich: Durch Botschaften wie „Arbeitslosenversicherung“, „Kinderbetreuungsgeld“ oder „Lohnzahlung bei Konkurs des Arbeitgebers“ machten Dechler, Lindner und die Funktionär:innen des ÖGB sichtbar, welche Leistungen durch eine „Senkung der Lohnnebenkosten“ in Wahrheit gefährdet würden.

Genau diese Leistungen sind für den ÖGB aber die Fundamente des starken österreichischen Sozialstaats: „Wer diese Fundamente angreift, attackiert in Wahrheit die soziale Sicherheit der österreichischen Arbeitnehmer:innen. Das kann wirklich niemand wollen!“, so Dechler und Lindner. Im Zuge der Aktion wurde die Botschaft mit übergroßen Bausteinen dargestellt.

Die Ähnlichkeit mit einem Gesellschaftsspiel, wo das Herausziehen untenliegender Steine zum Einsturz führt, war dabei natürlich bewusst gewählt. Ohne Familienbeihilfe, Schulbuchaktion, Lehrlingsfreifahrt oder Pension würde es schließlich auch zum Einsturz des modernen Sozialstaates kommen, auf den die Arbeitnehmer:innen in Österreich seit Langem vertrauen.

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