Leitspitals-Diskussion in der zukünftigen Standortgemeinde
- verfasst von BLO24
- Panoptikum
Am Podium diskutierten Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, FP-Gesundheitssprecher Arnd Meißl, Mediziner Dr. Georg Fritsch und Rottenmanns Bürgermeister Alfred Bernhard. Mehr als 300 Teilnehmer kamen aus allen Teilen des Bezirkes und diskutierten mit. „Die Primarii in unseren drei bestehenden Krankenhäusern laufen sozusagen auf Reserve.
Es macht auf jeden Fall Sinn, die Kräfte in einem Leitspital zu bündeln.“, betonte der ehemalige Leiter der Diakonissen Klinik Schladming, Dr. George Fritsch gleich zu Beginn. Das ließ wiederum FP-Gesundheitssprecher Arnd Meißl wenig beeindruckt, dieser pochte weiterhin darauf, dass es offene Fragen gäbe und die drei Krankenhäuser des Bezirkes erhalten bleiben sollen. Er glaube, dass der Ausbau der jetzigen Standorte ein geeignetes Mittel sei, um Jungärzte in den Bezirk zu locken.
Auch Bürgermeister Alfred Bernhard hielt, wie zu erwarten, am Standort Rottenmann fest. Er wolle, dass Rottenmann das Leitspital im Bezirk werde.Christopher Drexler betonte die vom Rechnungshof gelobte Notarztversorgung. Diese werde durch mehrere Notarztstützpunkte und in Zukunft auch durch einen weiteren Notarzthubschrauber in der Obersteiermark weiterhin bestens gewährleistet sein und sogar ausgebaut. Weiter meinte er, man müsse den Gesamtplan im Auge behalten und sich nicht ausschließlich auf das Leitspital konzentrieren.
Es werden auch fünf Gesundheitszentren im Bezirk entstehen – darüber hinaus Facharztzentren. Nicht vergessen dürfe man in der Diskussion auch die vielen niedergelassenen Haus- und Fachärzte im Bezirk. Ein Leitspital wäre nach jetzigen Standards alternativlos.Viele – auch oft kritische Publikumsfragen – waren zu beantworten. Bei der Frage über die Nachnutzung der jetzigen drei Standorte überraschte Landesrat Drexler: Man brüte gerade über der Idee, das LKH Rottenmann in Form einer Fachhochschule für Gesundheitsberufe nachzunutzen.
Der Rottenmanner Bürgermeister, Alfred Bernhard, gab zu bedenken, dass Rottenmann ein gebranntes Kind sei wenn es um Fachhochschulen gehe.



