Wirtschaftliche Landesverteidigung

Ein Begriff, der uns vor einigen Wochen noch fremd war.

Und den ich aus der Kolumne von Dr. Tassilo Wallentin „geklaut“ habe, weil er richtig ist und uns alle betrifft.
Und der nach den Angaben des Wiener Rechtsanwaltes sogar in der Bundesverfassung gemäß Artikel 9a verankert ist. Dieser besagt, dass die Bundesregierung sogar dazu verpflichtet ist, die Selbstversorgung des Landes sicherzustellen.
Davon sind aber nicht nur wir Österreicher, sondern vermutlich alle europäischen Länder und die meisten anderen dieser Welt ziemlich weit entfernt. Die globale Vernetzung der Weltwirtschaft ist total auf Gewinn ausgerichtet. Und das ergibt kritische Abhängigkeiten, wie es uns Corona deutlich gezeigt hat.
Dabei ging es nicht um einen eventuellen kurzzeitigen Engpass von Klopapier, sondern um die sehr wichtigen Masken für Mund und Nase. Desgleichen Schutzanzüge und medizinische Geräte.


Plötzlich gab es Probleme mit Anlieferungen über Grenzen von Nachbarstaaten. Wie gut würde die Versorgung wohl funktionieren, wenn mehrere alltägliche, aber wichtige Produkte davon betroffen wären?
Strom, Wasser, Nahrungsmittel, Arzneien und andere lebenswichtige Dinge. Wie weit würde die europäische Solidarität reichen? Wenn ein Land nach dem anderen plötzlich Ein – und Ausführstopps erlässt, wie es kürzlich ja geschehen ist bei den besagten medizinischen Produkten.
Wie ticken wir wirklich in Notzeiten? Wer denkt nicht zuerst an sich und seine Nächsten in der Familie?
Ein altes Sprichwort besagt ja auch dass einem „das Hemd näher sei als der Rock“.

Meine Überzeugung benötigte nicht viel Nachdenken. Ich bin in Erster Linie ein Liezener bzw. Ennstaler, dann ein überzeugter Steirer, dann Österreicher und irgendwann ein Europäer. Ist das egoistisch, engstirnig oder dumm? Dann bin ich eben egoistisch, engstirnig und dumm. Oder auch nur zu ehrlich, tut mir leid.
Man sieht es ja -eleganter verpackt natürlich – derzeit im nahen Ausland genauso.
Die besagten Exportverbote, wenn das Produkt im eigenen Land benötigt wurde. Die möglichst rasche, ungehinderte Öffnung der Grenzen zu unseren Lieblingsnachbarn, damit die Kassen im Fremdenverkehr wieder gefüllt werden.
Gleichzeitig bewirbt und bekniet man förmlich die eigenen Landsleute, heuer Urlaub daheim zu machen. Aber wenn die Deutschen anstatt Österreich Bayern als Urlaubsziel vorschlagen, geht bei uns ein Schrei der Entrüstung durchs Land. So böse, so egoistisch sind die. Man wagt es kaum, die Hoffnung auf den geliebten, traditionellen Italienurlaub laut kund zu tun.

Auch wenn wir Erntehelfer brauchen, weil unser gesamtes arbeitsloses „Personalkapital“ für solche Tätigkeiten zu 100% ungeeignet scheint, tut sich was.
Da werden flugs Möglichkeiten gefunden, Menschen aus anderen Ländern die Einreise zu ermöglichen. Virus hin oder her. Zum Spargel stechen geeignete Personen gibt es bei uns nicht.
Dass das dringend gebrauchte Pflegepersonal schnellstens wieder „importiert“ werden muss, erscheint schon logischer. Denn diesen schweren und verantwortungsvollen Job kann man nicht so „ruckizucki“ lernen

Also ist es wichtig, unsere Abhängigkeit in vielen lebenswichtigen Bereichen zu verringern.
Die Eigenproduktion und Selbstversorgung sollten schnell und wirkungsvoll gesteigert
werden. Dazu gehört der Schutz, bzw. die Ausweitung der bäuerlichen Anbauflächen genauso, wie die Überlebensfähigkeit des Bauernstandes. Und eine möglichst große Bandbreite von Produkterzeugung im eigenen Land. Mit unserer Bevölkerung, die auch davon leben können sollte. Und unsere Volksvertreter haben mit ihren Ämtern auch eine Verpflichtung dazu übernommen.


Noch ein letzter Auszug aus der Kolumne von Dr. Tassilo Wallentin, der darin Michail Gorbatschow zitiert.
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“

Otto S.

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