So werden aus Kindern Lebensretter
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Eine Gruppe von jungen Leuten mit ein paar jungendlichen Erwachsenen hantierte am Vorplatz mit Seilen und anderen, für den Laien undefinierbaren Dingen am Feuerwehr-Auto mit der Drehleiter.
Neugierig geworden, habe ich mich der fröhlichen Schar genähert und dem geschäftigen Treiben zugeschaut.
Da probierten doch tatsächlich Kinder (oder moderner ausgedrückt „Kids“) mit Flaschenzug und Bergesitz einen um einiges schwereren Mann an der Leiter hoch zu ziehen und dabei natürlich auch fachgerecht zu sichern.
Ständig überwacht und kontrolliert unter den fachkundigen Augen der älteren Feuerwehrkameraden.
Auf die unausbleibliche Frage nach dem Sinn dieser Aktion wurde mir freundlich mitgeteilt, dass an den meisten Dienstagen mit den Nachwuchsfeuerwehrmännern (und vermutlich auch Mädchen)verschiedenste Handgriffe und Situationen trainiert und geübt wird.
Und das mit einer Begeisterung und Freude an der Sache, die auch auf unbeteiligte, zufällig vorbeikommende Zaungäste übersprang.
In solchen Momenten verliert man wieder all die Vorbehalte die unsereins immer öfter befallen, wenn man irgendwo die Kids mit ihren Smartphones herumhängen sieht und sich heimlich fragt, was „aus dieser heutigen Jugend“ denn einmal werden sollte.
Da kann man nur höchste Anerkennung aussprechen. Einerseits an die gesamte Feuerwehrkollegenschaft, die nicht nur ihre Zeit und ihr Können in den Dienst der Allgemeinheit stellt, sondern auch mit Geduld und Geschick für den Nachwuchs da ist, um aus dem Spaß an der Sache irgendwann Helfer in der Not, oder sogar Lebensretter „heranzutrainieren“.
Liebe Leser, denkt bitte daran, wenn die freiwillige Feuerwehr das nächste Mal klingelt und um eine Spende bittet. Diese ist kaum irgendwo besser angelegt als bei den freiwilligen Helfern von Feuerwehr, Rettung, Bergrettung und anderen wichtigen Institutionen, wo Menschen kameradschaftlich und unentgeltlich für andere da sind wenn es „wo brennt“.
Otto S.



