Kulturraum für den Wolf?

  • verfasst von LAbg. Albert Royer
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Landtagsabgeordneter Albert Royer Landtagsabgeordneter Albert Royer
Die ganze Debatte über den Wolf empfinde ich persönlich als äußerst unfair.


Das Ganze funktioniert sehr nach dem Florianiprinzip. Im Prinzip will fast niemand den Wolf vor seiner Haustür haben. Befragt man aber die Bevölkerung im städtischen Bereich sind sehr viele für den Schutz des Wolfes ohne selbst in irgendeiner Form betroffen zu sein.

Ähnlich Hinterfragen‘swert ist die Position der selbst ernannten Tierschützer. Ich möchte deren Haltung an einem fiktiven Praxisbeispiel festmachen. Nehmen wir an das auf meinem Bauernhof am selben Tag zwei gesunde Kälber zur Welt kommen. Ein männliches Kalb einer Milchrasse Namens Maxi und ein weibliches Kalb einer Zweinutzungsrasse Namens Hanna.

Würde Maxi mit 4 Wochen verkauft werden und in einem Tiertransporter zu einem großen Stiermastbetrieb innerhalb der EU gebracht werden (Auch ich bin dafür das alle gesetzlichen Tierschutzbestimmungen für Tiertransporte natürlich eingehalten werden müssen) würden die Tierschützer wahrscheinlich protestieren. Kommt allerdings Hanna (Die grundsätzlich natürlich das viel schönere Leben vor sich hätte als Maxi) nach einem Jahr auf die Alm und hat dann das große Pech von einem Wolf auf grausamste Art und Weise getötet zu werden hält sich das Mitleid der Tierschützer mit Hanna wohl in engen Grenzen.

Es wird wohl nur ein finanzieller Ausgleich verlangt. Wir Bauern wollen natürlich, dass so ein Wolf unverzüglich abgeschossen werden darf, bevor es zu einer Rudelbildung kommen würde und das Problem dann immer größer und unbeherrschbarer wird. Wenn das nicht sein darf, wird es die bäuerliche Wirtschaftsweise inclusive Almwirtschaft und Tourismus massiv gefährden. Aus meiner Sicht ist es so: Landwirtschaft bedeutet insgesamt seit Jahren viel Arbeit, mit Auflagen und Bürokratie für relativ wenig Einkommen. Da braucht man schon jetzt eine gehörige Portion Enthusiasmus, um einen Hof am Leben zu erhalten. Ich befürchte eine bewusste Ansiedelung und Schutz des Wolfes wird das Fass bei vielen zum Überlaufen bringen.

Euer Landtagsabgeordneter Albert Royer.

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