Dramatische Rettung auf Reiterranch
Büschendorf: Ein dramatischer Notfall ereignete sich am Sonntagnachmittag auf einer Reiterranch in Büschendorf. Gegen 14:23 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Rottenmann alarmiert: Ein Pferd lag hilflos in einem betonierten Brunntrog – mit dem Rücken nach unten eingeklemmt und bereits verletzt.
Die Einsatzkräfte rückten mit einem Hilfeleistungsfahrzeug (HLF3) und dem Kommandofahrzeug (KDT) aus. Vor Ort bot sich ihnen ein beunruhigendes Bild: Das verzweifelte Tier versuchte sich zu befreien, schlug panisch aus und stellte damit eine erhebliche Gefahr für die Helfer dar. Während die Besitzer ihr Bestes taten, um das Pferd zu beruhigen, musste die Feuerwehr zunächst auf das Eintreffen der Tierärztin warten.
In der Zwischenzeit bereitete das Team die Bergung vor. Ein Landwirt aus der Nachbarschaft eilte mit seinem Traktor samt Frontlader zur Unterstützung herbei. Doch die größte Herausforderung bestand darin, das Tier sicher zu fixieren und die notwendigen Hebegurte anzulegen – keine leichte Aufgabe, da es in der engen Vertiefung kaum Spielraum gab.
Erst nach der Sedierung gelang es den Florianis mit vereinten Kräften, die Rundschlingen korrekt zu positionieren. Millimeter für Millimeter wurde das schwer verletzte Pferd schließlich mit dem Frontlader aus dem Trog gehoben. Nach rund zwei Stunden war die Rettung geglückt, und das Tier konnte in die Obhut der Besitzer und der Tierärztin übergeben werden.
Neben dem HLF3 und dem KDT Rottenmann standen neun Feuerwehrleute im direkten Einsatz, während zwölf weitere in Bereitschaft im Rüsthaus warteten. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Landwirt und Tierärztin konnte das Pferd aus seiner lebensbedrohlichen Lage befreit werden.
Ein Vorfall, der wieder einmal zeigt: Die Feuerwehr ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere in Not unermüdlich im Einsatz.



