Vier Wanderer verunglücken an einem Tag

Hubschrauber mehrfach im Einsatz

Steiermark: Ein sonniger Sonntag endete für mehrere Wanderinnen in der Steiermark schmerzhaft: Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich gleich vier Alpinunfälle, bei denen Bergrettung, Feuerwehr, Alpinpolizei und Rettungshubschrauber ausrücken mussten.

Sturz auf dem Weg von der Rotsohlalm
Gegen 14:15 Uhr kam eine 55-jährige Niederösterreicherin aus dem Bezirk Krems-Land beim Abstieg von der Rotsohlalm Richtung Niederalpl in Neuberg an der Mürz zu Sturz, nachdem sie umgeknöchelt war. Acht Bergretter des Mariazeller Landes fanden die Verletzte auf dem Wanderweg. Da sie nicht mehr selbst absteigen konnte, wurde der Notarzthubschrauber C17 angefordert und die Frau mit Verdacht auf einen Bruch ins LKH Amstetten geflogen.

Verletzung am Hochweichsel-Abstieg
Nur eine halbe Stunde später verletzte sich eine 49-Jährige aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag am linken Knöchel, als sie von der Hochweichsel Richtung Seebergpass in Thörl abstieg. Sie wurde von der Bergrettung Turnau lokalisiert und ebenfalls mit dem Notarzthubschrauber C17 ins UKH Kalwang gebracht. Im Einsatz standen sieben Bergretter, zwei Feuerwehrleute der FF Turnau und ein Alpinpolizist.

Unfall bei der Schwammerlsuche
Gegen 16:45 Uhr knöchelte eine 78-jährige Schwammerlsucherin aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag im Bereich der Hönigsberger Alm in Langenwang um. Die Bergrettung Mürzzuschlag brachte sie zur nächsten Straße, wo das Rote Kreuz übernahm. Mit Verdacht auf eine Knöchelfraktur wurde sie ins LKH Leoben eingeliefert. Elf Bergretter waren im Einsatz.

Absturz am Zinken in Bad Aussee
Besonders dramatisch verlief ein Unfall in Bad Aussee: Eine 68-jährige Frau aus dem Bezirk Liezen war von der Gsprangalm zur Bergmesse am Zinken unterwegs, kam jedoch vom Weg ab und geriet westlich des Zinken im Bereich „Dirndl“ in unwegsames Gelände. Dort stürzte sie aus derzeit unbekannter Höhe ab. Die schwer verletzte Frau konnte erst bei Dunkelheit unter Einsatz des Rettungshubschraubers C14, der Bergrettung Ausseerland und der Alpinpolizei Liezen geborgen werden. Sie wurde ins DKH Schladming geflogen.

Polizei mahnt zur Vorsicht
Nach den vier Unfällen gibt die Polizei Tipps, um das Risiko im alpinen Gelände zu verringern:

  • Touren sorgfältig planen und Kondition realistisch einschätzen
  • Passendes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung tragen
  • Genügend Proviant und Flüssigkeit mitführen
  • Route und Rückkehrzeit einer Vertrauensperson mitteilen
  • Regelmäßig Pausen machen
  • Bei Erschöpfung oder Schlechtwetter rechtzeitig umkehren
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