Großeinsatz verhindert Waldbrand in Aigen

Großeinsatz verhindert Waldbrand in Aigen © FF-Aigen/E
Flammen am Steilhang gestoppt

Am Staatsfeiertag, dem 1. Mai 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Aigen im Ennstal um 15:53 Uhr zu einem Böschungs- und Vegetationsbrand im Ortsteil Vorberg alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine rund 200 m² große Fläche in steiler Hanglage neben einer Gemeindestraße in Flammen. Aufgrund der ausgetrockneten Vegetation und der unmittelbaren Nähe zum Wald drohte eine rasche Ausbreitung zu einem gefährlichen Waldbrand.

Die Brandbekämpfung stellte die Einsatzkräfte vor erhebliche Herausforderungen: Das Gelände war steil, felsig und nur schwer zugänglich, zudem fehlte eine direkte Löschwasserversorgung. Einsatzleiter HBI Dietmar Wundersamer reagierte umgehend und ließ die Feuerwehren Freiwillige Feuerwehr Lantschern, Freiwillige Feuerwehr Irdning und Freiwillige Feuerwehr Stainach nachalarmieren.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr eingerichtet: Tanklöschfahrzeuge transportierten im Wechsel Löschwasser zur Einsatzstelle und speisten kontinuierlich das HLF2 der Feuerwehr Aigen im Ennstal.

Mehrere Trupps arbeiteten unter extremen Bedingungen im absturzgefährdeten Gelände. Mithilfe von MRAS-Systemen (Menschenrettung und Absturzsicherung) konnten sie sich sichern und gezielt gegen die Flammen vorgehen. Zusätzlich wurden Schanzwerkzeuge eingesetzt, um versteckte Glutnester im Erdreich freizulegen und nachhaltig zu bekämpfen.

Auch die Einsatzlogistik erforderte höchste Präzision: Die schmale Gemeindestraße ließ kaum Gegenverkehr zu, und rund um die Einsatzstelle standen nur begrenzte Stellflächen für die Fahrzeuge zur Verfügung. Eine enge Abstimmung zwischen Einsatzleitung und Maschinisten war daher entscheidend für den Erfolg.

Wie wichtig moderne Schutzausrüstung ist, zeigte ein Zwischenfall während des Einsatzes: Ein Feuerwehrmann wurde durch Steinschlag am Helm getroffen. Der Helm wurde schwer beschädigt und sogar durchschlagen – der Kamerad blieb glücklicherweise unverletzt. Ohne entsprechende Schutzkleidung hätte dieser Vorfall dramatische Folgen haben können.

Zusätzliche Unterstützung kam aus der Luft: Ein Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres lokalisierte mit einer Wärmebildkamera verbliebene Glutnester und unterstützte die Nachlöscharbeiten. Auch Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Reinhold Binder verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Dank des raschen, koordinierten Einsatzes aller beteiligten Kräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes erfolgreich verhindert werden. Gerade in Zeiten anhaltender Trockenheit zeigt sich, wie entscheidend schnelles Handeln und die Einhaltung der Waldbrandverordnung sind – insbesondere das strikte Verbot von offenem Feuer und Rauchen in Waldgebieten.

Im Einsatz standen:

  • Freiwillige Feuerwehr Aigen im Ennstal
  • Freiwillige Feuerwehr Lantschern
  • Freiwillige Feuerwehr Irdning
  • Freiwillige Feuerwehr Stainach
  • Polizei Irdning
  • Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres
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