Wahnwitziges Überholmanöver auf der B320

Aich/Assach: Es würde ja nichts passieren, wenn sich Verkehrsteilnehmer gesittet benehmen und an die Regeln halten


Dieser Satz – oft gehört – drückt sehr treffend aus, warum es auf der B320 immer wieder zu gefährlichen Situationen und vielen Unfällen kommt. Ein Leserbrief samt Fotos, der dieser Tage in unserem Postfach landete, beweist, dass es auch im Schwerverkehr so Unverbesserliche gibt.
Der Leser (Name der Red. bekannt) berichtete darin von einem Zusammentreffen mit einem LKW-Rowdy, der nachts bei Aich Assach die Ungeduld in Person war und sein tonnenschweres Gerät einsetzte, um so schnell als möglich über die gefürchtete B320 zu „brettern“.

Aber lesen Sie selbst und bilden Sie sich eine eigene Meinung:
Am 06.04.2019 war ich mit meinem PKW von Schladming nach Liezen unterwegs. Gegen 20:30 auf der B320 auf Höhe Aich merkte ich, dass es ein LKW hinter mir sehr eilig haben muss. Nachdem er mir fast ins Heck gedonnert war und mir und den Autos vor mir mit Lichthupe und Horn zu verstehen gab, dass wir schneller fahren sollen, gab ich ihm mit einem international anerkannten Handzeichen (Mittelfinger) zu verstehen, dass wir bei Tempolimit 80 fahren und es aufgrund der Verkehrslage auch nicht schneller gehen würde. Nichts desto trotz ließ er nicht ab von mir und im Bereich Assach, wo die so genannte "Assacha tiaf" ist, setzte er zum Überholen an. Das Überholmanöver wurde von ihm auch beinhart durchgezogen.

Was ich bis dato nicht wusste, dass es sich bei dem Lenker, um einen Fahrer einer einheimischen Transportfirma aus dem Bezirk handelte (Name der Firma der Redaktion bekannt).

Ich fahre auch sehr viel mit dem Auto beruflich durch Österreich und ich sowie die zahlreichen anderen Verkehrsteilnehmer wollen sicher und gesund nach Hause kommen. Ich denke, es braucht einen Denkanstoß für diesen Fahrer, um solche Aktionen ein für allemal zu verhindern. Wenn aus dieser Ausfahrt jemand rausgefahren wäre, in den LKW donnert und stirbt, unfassbar. Vielleicht hätte ich diejenige Person schon mal gesehen, bin im Café mal neben ihm/ihr gesessen oder kenne sie sogar persönlich, waren vielleicht Kinder oder Angehörige im Auto? Meine Gedanken wurden immer düsterer.

Vielleicht wollte der Fahrer des LKW auch nur rasch nach Hause zu seiner Familie. Dass er dabei allerdings fremdes Leben riskierte, finde ich unvertretbar.

Wir von BLO24 empfinden genauso und können nur hoffen, dass besagter Fahrer diese Zeilen liest und sich vor Augen führt, wie es Verkehrsteilnehmern geht, wenn ihnen ein LKW im Heck klebt und massiv drängelt.

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