Wenn die Ausnahme zur Normalität wird

Wenn die Ausnahme zur Normalität wird Handyfoto: CRISI
Bezirk Liezen: Eigentlich wollten wir von BLO24.at uns an den unzähligen Geschichten rund um die aktuelle Gesundheitsbedrohung nicht beteiligen.


Deswegen hier nur eine kleine Übersicht über Beobachtungen, die „ins Auge springen“.

In Liezen konnte man heute in der Ausseerstraße zahlreiche Menschen im Freien am Gehsteig stehend erblicken. Aber nicht in einer Gruppe auf ein Tratscherl, sondern mit bravem „Sicherheits-“Abstand untereinander, um auf das Eintreten in die Apotheke zu warten. Diese erfolgt aus Sicherheitsgründen nur einzeln. Das schöne, milde Wetter hat natürlich auch dazu beigetragen, gelassen zu bleiben. Eine gute, vernünftige Reaktion zur Absicherung der eigenen und der Gesundheit des Personals in der Apotheke. Ganz im Gegenteil zur Beobachtung, dass in den Morgenstunden doch mehrere Menschen herumspazierten, die vom Alter her zur Hochrisikogruppe zu zählen wären.


In Haus/E.:
Die Zufahrt zur alten Gondelbahn die normalerweise zur Geduldsprobe wird, ist kein Problem. Anstatt Schifahrern, die umständlich ihre Ausrüstung schleppen, sieht man nur Lieferanten, die (vermutlich leere) Bierfässer und Kisten mit gebrauchter Bettwäsche abholen.

In Schladming:
Geisterhafte Ruhe zu einer Zeit, in der sonst unzählige Sportler zur Planaibahn marschieren und viele schon über die sonnenbestrahlten Pisten flitzen. Dasselbe in Rohrmoos. Leere Parkplätze, auf denen Einheimische ( bei +12 Grad in kurzer Hose) mangels anderer Arbeit die letzten Schneereste entfernen.
Die Zufahrten nach Ramsau sind mit Scherengitter versehen, auf denen Tafeln montiert sind die darauf hinweisen, dass private Fahrten, Spaziergänge usw. zu unterlassen sind. Nur Berufsverkehr und Zulieferer dürfen zufahren.
Oben dann anstatt Langläufern, Spaziergängern, Pferdeschlitten und Kindern auf Rodeln beklemmende Leere auf den Wiesen und Loipen. Auch Parkplätze sind haufenweise zu haben.
Die Menschen vor Ort sind (noch) gelassen, aber verständlicherweise traurig, weil herrliche Pistenverhältnisse und frühlingshafte Sonnenstunden nicht genutzt werden können.

Bei den zahlreichen offiziellen Meldungen und Wortspenden fällt dem Laien auf, dass unser Bundeskanzler in dieser schwierigen Situation sehr souverän und ruhig zu den Menschen spricht. Seine freundliche, aber doch eindringliche Ausdrucksweise „kommt an“ bei der Bevölkerung.
Ganz anders hingegen sein „Vize“, der mit herrischem Ton und Drohungen von Entzug der Fördergelder bei zuwiderhandelnden Institutionen den „Schulmeister“ heraushängen lässt.
Herr Kogler, nehmen sie sich ruhig ein Beispiel an ihrem jüngeren Kollegen Kurz.

Wir wünschen allen unseren Lesern, dass sie diese für Alle neue und ungewohnte Lebenssituation gut „durchdrücken“.
Nützten sie das erzwungene „Nichtstun“ für Sachen, die meistens wegen Zeitmangel hintan gestellt werden.
Ein Buch lesen, die Urlaubsbilder gemeinsam bei einem guten Glaserl Wein anschauen oder endlich sortieren. Sich was Gutes zu kochen. Bewusst Zeit mit den Kindern oder dem Haustier verbringen und den „verordneten“ Heimurlaub nützen.
Statistiker erahnen schon ein Ansteigen der Scheidungsrate aufgrund der erzwungen Nähe. Aber es könnte auch die Geburtenrate sein.

Es liegt an uns allen, wie wir die Zeit nützen, meint Otto S.

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